Spaniens Saul Niguez über Lopetegui-Rauswurf vor der WM: "Haben wir Spieler nicht nachvollziehen können"

Atletico-Star Saul Niguez freut sich auf das Derby gegen Real Madrid. Einen Wechsel zum Stadtrivalen kann er sich allerdings nicht vorstellen.

Für Spaniens Mittelfeldspieler Saul Niguez kam das Aus von Julen Lopetegui als Trainer der Nationalmannschaft kurz vor Beginn der WM in Russland nach eigenen Angaben überraschend. Der Star von Atletico Madrid konnte die Entscheidung des Verbands nicht verstehen.

"Ich glaube, die Entscheidung, die ihre Motive und Ziele haben mag, haben wir Spieler nicht nachvollziehen können", gab der Atletico-Star im Gespräch mit dem TV- und Radiosender RTVE zu bekennen.

Spanien: Fernando Hierro beerbt Julen Lopetegui

Zwei Tage vor der ersten Partie des Weltmeisters von 2010 gegen die Portugiesen wurde Lopetegui vom spanischen Verband freigestellt, da Verbandsboss Luis Rubiales erst einen Tag zuvor vom zukünftigen Engagement des Trainers bei Real Madrid erfahren hatte. Fernando Hierro, zuvor Sportdirektor, betreut derzeit die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft.

Die spanische Nationalmannschaft habe dem 51-Jährigen jedoch einiges zu verdanken, so Niguez: "Julen hätte es verdient gehabt weiterzumachen, nachdem er uns zwei Jahre lang auf die WM vorbereitet hat."

Spanien unter Lopetegui 20 Spiele in Folge ohne Niederlage

Zuletzt hatte sich auch Linksverteidiger Jordi Alba kritisch über die Entlassung des neuen Real-Trainers geäußert. "Die Entscheidung war eine von Rubiales. Man muss uns aber verstehen, weil wir vor allem dank Julen hier sind", so der Barca-Abwehrspieler.

Unter Lopetegui, der im Juli 2016 seinen Posten bezog, blieb der Europameister von 2008 und 2012 seit dessen Amtsantritt 20-mal in Serie ohne Niederlage.