Spanien schlägt Wirtschaftsminister de Guindos als EZB-Vizepräsidenten vor

Wirtschaftsminister de Guindos

Spanien hat seinen Wirtschaftsminister Luis de Guindos als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen. Die spanische Regierung habe entschieden, de Guindos zu nominieren, erklärte Madrid am Mittwoch. An diesem Tag läuft die Bewerbungsfrist ab, noch bis zum Nachmittag können der EZB Vorschläge gemacht werden. Bislang ist der einzige Gegenkandidat der Gouverneur der irischen Zentralbank, Philip Lane.

Derzeit steht der Portugiese Vítor Constâncio als Vizepräsident der EZB dem Präsidenten Mario Draghi zur Seite. Seine Amtszeit endet aber turnusgemäß nach acht Jahren am 31. Mai. Die Eurogruppe will Mitte Februar den Namen des Kandidaten bekanntgeben, den sie selber für das Amt vorschlägt, in der zweiten Märzhälfte will der Europäische Rat entscheiden. Draghi selbst ist noch bis Ende Oktober 2019 im Amt.

De Guindos hatte sich bereits vor seiner nun offiziell bekannt gemachten Kandidatur mehrfach "überzeugt" davon gezeigt, dass Spanien diesen Posten bekommen werde. Der Ökonom ist seit 2011 spanischer Wirtschaftsminister. Zuvor arbeitete er unter anderem im Finanzministerium und später bei der Bank Lehman Brothers.