Spanien-Ansage vor DFB-Duell!

Spanien startet mit einer Gala-Vorstellung in die WM: Gegen Costa Rica zündet der Weltmeister von 2010 ein Offensivfeuerwerk und nimmt viel Selbstvertrauen mit ins Duell mit Deutschland.

Costa Ricas Torhüter Keylor Navas (l) und Spaniens Alvaro Morata umarmen sich nach dem Spiel. (Bild: Francisco Seco/AP/dpa)
Costa Ricas Torhüter Keylor Navas (l) und Spaniens Alvaro Morata umarmen sich nach dem Spiel. (Bild: Francisco Seco/AP/dpa)

Besser kann man in eine WM kaum starten!

Spanien hat in seinem Auftaktspiel die Muskeln spielen lassen und sich für das Duell mit der deutschen Nationalmannschaft warmgeschossen. Das Team von Luis Enrique fertigte Costa Rica nach einer Gala-Vorstellung mit 7:0 (3:0) ab und übernahm damit die Spitze der Gruppe E.

Spanien unterstrich mit seinem höchsten WM-Sieg der Geschichte die Ansprüche auf den zweiten Titel nach 2010. Am Sonntag ist die DFB-Elf der nächste Gegner der „Furia Roja“. Diese Leistung dürfte der DFB-Elf, die dringend punkten muss, gehörigen Respekt einflößen.

Leipzig-Profi Dani Olmo eröffnete früh den Torreigen (11. Minute), Marco Asensio (21.) und Ferran Torres per Elfmeter (31.) machten noch im ersten Durchgang alles klar. Torres machte Anfang der zweiten Hälfte dann den Doppelpack perfekt (54. Minute).

„Golden Boy“ Gavi erhöhte in der Schlussphase mit einem Traumtor (74.), Carols Soler machte das halbe Dutzend voll (90.), auch Alvaro Morata durfte jubeln (90+3.) Das junge Team von Trainer Luis Enrique spielte variabel und schnörkellos nach vorn - und nebenbei gewann Spanien erstmals seit 2006 sein Auftaktspiel bei einer WM. Gavi avancierte mit seinem Treffer zum jüngsten WM-Torschützen seit Pele und zum drittjüngsten überhaupt.

Deutschland verliert Auftakt gegen Japan

Der Altersschnitt der Spanier war großes Thema gewesen vor dem Turnier, ein „Kindergarten“ nimmt den Titel ins Visier, hieß es. Denn von den Weltmeistern des Jahres 2010 ist gerade mal einer geblieben, Kapitän Sergio Busquets (34) will es noch einmal wissen. Um ihn herum steht das viertjüngste Team dieses Turniers, neun Spieler sind nach der Jahrtausendwende geboren - und drei von ihnen standen in der Startelf.

Gavi (18), Pedri (19) und Torres (22) sind bereits Stützen der Mannschaft, das war früh zu erkennen. Spanien kombinierte schon in den ersten Minuten rasant, Costa Rica kam gar nicht an in diesem Spiel. Gavi war es dann, der einen Doppelpass mit Olmo spielte, der Leipziger nahm den Ball herausragend mit und vollendete per Heber.

Mit 24 Jahren gehört Olmo schon zu den erfahreneren Spaniern, und sein Tor war ein besonderes: Das 100. in der WM-Geschichte des Landes, nur fünf Nationen haben bei einer Endrunde häufiger getroffen: Brasilien, Deutschland, Argentinien, Italien und Frankreich.

Dann zeigte einer aus der alten Garde, dass auch die Ü30-Fraktion Fußball spielen kann: Jordi Alba bereitete das 2:0 durch Asensio vor, wieder ging es über außen schnell. Wenig später wurde Alba im Strafraum gefoult - und überließ einem der Youngster: Torres verwandelte lässig vom Punkt.

Für Costa Ricas Torwart-Ikone Keylor Navas (35) wäre die WM eigentlich eine seltene Gelegenheit, sich auszuzeichnen, bei Paris St. Germain ist er nur noch Ersatz. Am Mittwoch allerdings war das kaum möglich. Torres markierte seinen zweiten Treffer, erneut leitete Gavi ein - und traf dann auch noch selbst.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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