Spandauer Sammler: Das ist der vielleicht größte Straßenbahn-Fan Berlins

Frank von Riman-Lipinski mit seiner Frau Susan Steckov. An den Wänden des Spandauer Wohnzimmers finden sich viele BVG-Artikel

In seinem Wohnzimmer hat er sie schon, zumindest das Kopfteil – jetzt will der BVG-Mitarbeiter und Nahverkehrs-Enthusiast Frank von Riman-Lipinski die Straßenbahn zurück nach Spandau holen. 50 Jahre nach ihrer letzten Fahrt von Hakenfelde zum Bahnhof Zoo sollen zwei Triebwagen der Linie 55 über die alte Strecke rollen – allerdings auf Tiefladern.

Von Riman-Lipinskis Wohnung an der Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt steckt voller Straßenbahngeschichte. Die Wände sind tapeziert mit Wagen- und Liniennummern, Fotos und Zielschildern. Die Eiche-rustikal-Schrankwand ist gefüllt mit Karteikartenkästen, meterweise Informationen über Tram, Bahn und Bus in Berlin. Straßenbahnhaltestellen zieren den Raum.

Hingucker aber ist das Kopfteil einer original Straßenbahn, Baujahr 1929, wie sie bis 1967 auf der Linie 55 im Einsatz war und danach auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule an der Wilmersdorfer Bundesallee stand. "Ich habe sie gekauft, die Front abgeschnitten und alles in tausend Einzelteile zerlegt", erinnert sich Frank von Riman-Lipinski. Das Kopfteil des Wagens 3824 baute er im Wohnzimmer der Altbauwohnung wieder auf. Seit 30 Jahren hortet der Spandauer bereits alles zum Thema Tram. "Es ist die mit Abstand größte Sammlung von Straßenbahn-Originalschildern in West-Berlin", sagt Frank von Riman-Lipinski stolz. Nur das Schlafzimmer sei schilderfrei.

Bild Nr. 1:
Seit 30 Jahren hortet der Spandauer bereits alles zum Thema Tram Massimo Rodari

Jede freie Minute widmet der Spandauer der BVG- und S-Bahn-Geschichte

Der Berliner Nahverkehr ist von Riman-Lipinskis Leben....

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