Spahn hält trotz gestiegener Reproduktionsrate an Lockerungen fest

HANNOVER (dpa-AFX) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält in der Corona-Epidemie trotz der wieder angestiegenen Reproduktionsrate am Kurs vorsichtiger Lockerungen fest. "Das ist ein wichtiger Faktor, aber auch die absolute Zahl ist wichtig", sagte Spahn am Dienstag in Hannover mit Blick auf die Reproduktionsrate und andererseits die Gesamtzahl der Erkrankten. "Wir haben eine absolute Zahl erreicht, mit der wir besser umgehen können." In der kommenden Woche wollten Bund und Länder über Lockerungen für die Gastronomie und den Tourismus beraten. "Der 6. Mai ist jetzt das Datum, an dem wir gucken, ob und welchen Schritt wir gehen können."

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt wieder gestiegen. Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0 (Datenstand 27.04. 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.