Die späte Rache? Warum Senator McCain Trump noch gefährlich werden könnte

John Stanley Hunter

Viele US-Amerikaner vermissen bei US-Präsident Donald Trump zwei ganz entscheidende Fähigkeiten: staatsmännisches Auftreten und Integrität. Schon unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatte sich das Land gespalten, die politischen Lager sind seit Jahren nicht mehr in der Lage, konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Für die Republikaner kommt erschwerend hinzu, dass nicht nur das Verhältnis zu den Demokraten angespannt ist. Die Partei ist spätestens seit der Nominierung Trumps zum Präsidentschaftskandidaten im vergangenen Jahr auch in ihren inneren Strukturen zerrissen. 

Unter den vielen Politikern, die nach Ansicht der US-Bürger vorrangig die eigenen Interessen und ihre Karriere im Blick haben, sticht John McCain mit Geradlinigkeit und Integrität hervor. Eine Woche, nachdem bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert und operiert wurde, kam der 80-Jährige in dieser Woche zurück in den Senat, um eine eindrucksvolle Rede zu halten.

John McCain

Der Senator sprach davon, den Menschen besser dienen zu können, „die uns gewählt haben“ und rief dazu auf, untereinander wieder mehr zu vertrauen. „Kehren wir zur alten Ordnung zurück. Denn wir bekommen einfach nichts hin“, sagte McCain. Allein mit diesen entwaffnend ehrlichen Worten zeigte McCain mehr Größe als Trump jemals zuvor.

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