Sozialverband VdK fordert Reform der Pflegeversicherung

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BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts des drohenden Beitragsanstiegs bei der Pflegeversicherung hat der Sozialverband VdK Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zum Handeln aufgefordert. "Es geht nicht, dass wir uns zwei parallele Versicherungssysteme leisten - die gesetzliche und die private Pflegeversicherung", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Es könne ebenfalls nicht sein, "dass die Pflegeversicherung Leistungen bezahlt, die originär aus Steuern zu finanzieren sind, wie die Rentenzahlung für pflegende Angehörige".

Die VdK-Präsidentin reagierte damit auf die Warnung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen vor einer Beitragserhöhung schon im ersten Halbjahr 2022. "Wenn nichts passieren sollte, dann wird bereits im ersten Halbjahr eine Beitragserhöhung von 0,3 Prozentpunkten notwendig sein, um die Finanzierung sicherzustellen", hatte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, der "Rheinischen Post" (Montag) gesagt. Die Gesamtausgaben für 2021 seien etwa um knapp 2 Milliarden Euro höher als die Einnahmen gewesen.

Bentele forderte weitere Verbesserungen in der Pflege - gerade für die pflegenden Angehörigen und die zu Hause gepflegten Menschen. "Wenn jetzt die häusliche Pflege nicht gefördert und geschützt wird, dann kann es für die Pflegeversicherung noch sehr viel teurer werden. Hier wurden die Prioritäten in den vergangenen Regierungsjahren völlig falsch gesetzt", sagte Bentele der "NOZ".

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