Soul-Sänger Charles Bradley im Alter von 68 Jahren gestorben

Charles Bradley bei einem Konzert in New York 2017

Der US-Soul-Sänger Charles Bradley ist tot. Wie sein Presseagent mitteilte, starb er am Samstag in New York im Kreise von Familienangehörigen, Freunden und Bandmitgliedern. Bradley, dessen Stimme an James Brown und Otis Redding erinnerte, war 68 Jahre alt. Wegen seiner Krebserkrankung hatte er zuletzt auf Monate im Voraus geplante Konzerte abgesagt.

Bradley wurde von der Musikindustrie erst in seinen letzten Lebensjahren entdeckt. Sein Debütalbum erschien 2011, als er bereits 62 Jahre alt war. Dem Musiker, der sich jahrelang mit Gelegenheitsjobs durchschlug und sogar obdachlos zu werden drohte, war später doch noch ein kommerzieller Erfolg beschieden. Mehrere Musikmagazine listeten sein Album "Changes" von 2016 unter den Spitzenalben des Jahres.

Der tiefgläubige Christ forderte seine Zuhörer auf, ein Leben in Liebe und ohne Rassismus zu führen. Während seiner Konzerte verließ er oft die Bühne, um Fans zu umarmen und ihnen Rosen zu überreichen. In einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite wurde dazu aufgerufen, statt Blumen für den Verstorbenen an Fördereinrichtungen zugunsten junger Künstler zu spenden.