Soul-Sänger Charles Bradley verliert Kampf gegen den Krebs

Soul-Sänger Charles Bradley verliert Kampf gegen den Krebs

Der US-amerikanische Soul-Sänger Charles Bradley ist tot. Wie das "Billboard"-Magazin unter Berufung auf das Management des Künstlers berichtete, starb Bradley am Samstag  im Alter von 68 Jahren im Kreise seiner Familie, Freunden und ehemaligen Band-Kollegen.

Im Herbst 2016 hatte der Sänger mit der außergewöhnlichen Karriere die Diagnose Magenkrebs erhalten und musste seine geplante Tour absagen. Doch Charles Bradley kämpfte gegen den Krebs. Nach Abschluss der Behandlung ging er sogar erneut auf Tournee, die er vor wenigen Wochen abbrach. Zu sehr setze ihm der Krebs, der nun auch in die Leber gestreut hatte, zu. Der Sänger, der wegen seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der rauen, kräftigen Stimme den Beinamen "The Screaming Eagle of Soul" verpasst bekam, sagte alle Konzerte, darunter auch Auftritte in Berlin, Hamburg, München und Köln, ab.

Charles Bradley, der immer wieder mit Soul-Legende James Brown verglichen wurde, blickt auf eine ungewöhnliche, kurze Karriere zurück. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen im New Yorker Stadtteil Brooklyn, arbeitete der 1948 geborene Bradley lange Zeit als Koch. Erst 2002 wurde sein Gesangstalent im Rahmen einer James-Brown-Tribute-Show entdeckt und Charles Bradley veröffentlichte seine erste Single. Sein Debüt-Album "No Time for Dreaming" brachte er 2011 im Alter von 62 Jahren heraus. Und konnte damit prompt seinen internationalen Durchbruch feiern. Im Jahr 2013 folge das Album "Victim of Love" und 2016 dann sein bislang erfolgreichstes Werk "Changes.