"Sorgenfalten" bei Soloselbstständigen und Kleinstfirmen

Die Auswirkungen der schwächelnden Wirtschaft und der Energiekrise bekommen kleine Unternehmen und Soloselbstständige besonders deutlich zu spüren. Der separat für diese Gruppe erhobene Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts fiel im August noch einmal auf minus 12,8 Punkte, nach minus 12,1 Punkten im Juli. Es bestehe "wenig Hoffnung auf Besserung", die "Sorgenfalten bei den Unternehmern sind tief mit Blick auf die kommenden Monate", erklärte das Institut am Donnerstag.

Kleinstunternehmen sind solche mit weniger als neun Beschäftigten, der Schwerpunkt bei den Umfragen liegt im Dienstleistungssektor. Insgesamt bewerten die Firmen und Selbstständigen ihre aktuelle Lage weniger gut als im Juli. Vor allem der Einzelhandel stehe "vor schweren Monaten", warnte das Forschungsinstitut.

Das Ifo arbeitet bei der seit August 2021 laufenden Erhebung des Index mit Jimdo zusammen, einem auf Kleinstfirmen und Soloselbstständige spezialisierten Portal. Jimdo sprach angesichts der jüngsten Angaben von einem "neuen Tiefstwert". Für Soloselbstständige und Kleinstfirmen "geht es an die Existenz", die Lage sei für sie auch dramatischer als für die Gesamtwirtschaft.

"Die kleinen Unternehmen haben schon durch Corona am stärksten gelitten und bekommen jetzt die Auswirkungen der Rezession und Energiekrise als erste zu spüren", erklärte Jimdo. Problematisch seien vor allem die reduzierten Umsätze, weil die Menschen weniger konsumierten.

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