Sorge um Zivilisten in der Ukraine: Evakuierung des Azot-Werks scheitert

In der Ukraine konzentrieren sich die verlustreichen Kämpfe zurzeit auf den Osten, insbesondere auf die Großstadt Sjewjerodonezk.

Zivilisten harren weiter im Chemiewerk Azot aus

Nachdem die von Moskau geplante Evakuierung des Chemiewerks Azot gescheitert ist, äußerten sich die Vereinten Nationen besorgt über den Zustand der dort eingeschlossenen Zivilisten. In der Industrieanlage werden noch mehr als 500 Menschen vermutet, die prorussischen Separatisten gehen sogar davon aus, dass es bis zu 1200 sein könnten.

Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig die Evakuierung verhindert zu haben.Weil die ukrainische Seite vom Werksgelände mit Granatwerfern und Panzern schieße, könnten sich dort keine Menschen in Sicherheit bringen, teilte der Separatistenvertreter Rodion Miroschnik mit. Die Ukrainer ignorierten offenbar das einseitige Angebot der Russen, weil es mit einer Frist zur Kapitulation verbunden sei.

Saviano Abreu, ein Sprecher des UN-Nothilfeprog ramms, schrieb auf Twitter:"Beide Konfliktparteien sind nach dem humanitären Völkerrecht verpflichtet, Zivilisten zu schützen, daher ist dies keine Option. Sie müssen den Menschen, die die Stadt verlassen wollen, zusichern, dass sie dies gefahrlos tun können."

USA sagen Ukraine weitere Waffen im Milliarden-Umfang zu

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte in seiner nächtlichen Ansprache US-Präsident Joe Biden für die Zusage einer weiteren Waffenlieferung im Umfang von einer Milliarde US-Dollar. Sowohl Selenskyj als auch die USA betonen, dass die Kämpfe im Osten des Landes in einer entscheidende n Phase sind.

Das russische Militär hat verkündet, im Westen der Ukraine im Gebiet Lwiw (Lemberg) ein von Nato-Staaten bestücktes Munitionsdepot zerstört zu haben.

Unterdessen kamen überwiegend ältere und behinderte Einwohner aus einer Kleinstadt am Rande der Region Donezk in der Westukraine an. Die immer heftigeren Kämpfe im Donbas haben sie gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

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