Sonos stellt den neuen Sonos One vor

Thaddeus Herrmann
Sonos stellt den neuen Sonos One vor


Sonos hat heute in New York den neuen "Sonos One" vorgestellt, den ersten Lautsprecher des Unternehmens, der sich per Sprache steuern lässt. Sechs Mikrofone sind in dem kompakten Speaker verbaut, um mit Amazons Alexa zu kommunizieren. Somit steht auf dem neuen Lautsprecher zunächst der Funktionsumfang zur Verfügung, den man mittlerweile von zahlreichen anderen Geräten kennt. Doch Sonos legt sich nicht ausschließlich auf Amazon als Partner bei der Sprachsteuerung fest. Es ist lediglich einer von mehreren Diensten, die nach und nach auf dem neuen Lautsprecher verfügbar gemacht werden sollen. Der zweite Partner steht bereits fest: Der Google Assistant soll 2018 auf dem Sonos-Lautsprecher einziehen.

Man muss sich Sonos' Strategie wie einen modularen Baukasten vorstellen. Services können nicht nur mit der zeit ein- und nachgepflegt werden, bestimmte Dienste können auch auf bestimmte Länder beschränkt werden. So hält sich Sonos alle Optionen offen und kann flexibel reagieren.

Der neue Sonos One kostet 229 Euro und kann ab sofort vorbestellt werden, am 24. Oktober soll er in den Handel kommen.

Alle anderen Sonos-Lautsprecher lassen sich ab sofort auch über Alexa steuern, vorausgesetzt, man hat einen Echo-Lautsprecher. Die benötigte Skill sollte zeitnah zur Verfügung stehen, über die die Verbindung mit mit Amazon bereitstellt.


Mehr als 80 Musikdienste sind derzeit auf Sonos verfügbar. Das ist nach wie vor eine beeindruckende Zahl – die Partner müssen sich jedoch den Spielregeln von Sonos unterwerfen und sich in diesem System einrichten. Das hat Konsequenzen. Von vielen Nutzern oft kritisiert: Das ewige Hin- und Herwechseln zwischen der Sonos-App und der des jeweiligen Anbieters. Einzige Ausnahme bislang: Spotify. Bereits in den vergangenen Monaten wurde mit vielen Partnern an der Entwicklung einer neuen Plattform gearbeitet, einer Reihe von APIs, mit denen Sonos mit den jeweiligen Diensten des Anbieters verknüpft werden kann. Über den Umfang entscheiden dabei die Partner. Und die sind nicht mehr ausschließlich Musik-Dienste. Auch zahlreiche SmartHome-Anbieter und -Plattformen können nun auf Sonos-Hardware zugreifen: "Works with Sonos" heißt das neue Programm.

Dass Sonos verstärkt mit Partnern arbeiten und das eigene System immer weiter öffnen will, zeigte sich erstmals im vergangenen Jahr, als das oben erwähnte Hin- und Herwechseln zwischen den Apps wegfiel. Nun folgen weitere: Pandora, Tidal, iHeart Radio und Amazons Audible. Bei der Sprachsteuerung ist Spotify jedoch nicht von Anfang an dabei: Auch hier soll die Unterstützung im kommenden Jahr folgen.

Die vielleicht wichtigste Neuerung in der neuen Sonos-Welt ist AirPlay. Von vielen wurde genau diese Integration seit Jahren gefordert, mit AirPlay 2 – der zweiten Version des Standards – wird das nun möglich. Bzw: bald. Die Entwicklung soll demnächst abgeschlossen sein und im kommenden Jahr auf dem neuen Sonos One zur Verfügung stehen. Sonos öffnet sich also nicht nur in Sachen Ökosystem und Partnern, sondern auch in Sachen Funk-Standard. Das WiFi, das Sonos für die Verbindung zwischen den Lautsprechern nutzt, ist eigentlich proprietär. Die gute Nachricht: Auch ältere Lautsprecher, wie etwas der Play:1, können von AirPlay profitieren.

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