Sonntagsdepression? Was gegen den Sunday Blues hilft

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Das sonntägliche Nichtstun kann depressive Verstimmungen fördern. (Bild: Getty Images/Ashley Corbin-Teich)

Für viele Menschen ist der Sonntag der perfekte Tag zum Entspannen. Doch bei einigen wird genau dieser Tag von einer sogenannten Sonntagsdepressionen überschattet. Was hat es damit auf sich und wie lässt sich der Blues vermeiden?

So groß die Vorfreude auf das Wochenende auch sein mag, viele können gerade am Sonntag, dem Tag, an dem in der Regel die wenigsten Verpflichtungen rufen, nicht entspannen. Die meisten haben an dem Tag frei, und trotzdem lähmt der Sunday Blues, weil der Montag schon um die Ecke lauert. Was kann man tun, um nicht in das Sonntagsloch zu fallen?

Bei den meisten ist sonntags Faulenzen angesagt

Für viele Menschen ist der Sonntag für Fernsehen, Schlafen und Essen reserviert. Unterschiedliche Studien haben sich dem Thema bereits gewidmet und so in Erfahrung gebracht, dass 75 Prozent aller Menschen an Sonntagen am liebsten zu Hause bleiben. Wer diesem Lifestyle frönt, kennt vielleicht auch die Sonntagsdepression, die gerne ab dem Nachmittag zuschlägt.

Wie kommt es zum Sunday Blues? Laut Forschern gibt es einen Zusammenhang zwischen Nichtstun und depressiver Verstimmung: Genau jene Entspannung, die am Sonntag bewusst gelebt werden will, ermöglicht überhaupt erst die depressive Stimmung.

Ein Teufelskreis? Forscher bejahen. „Angstzustände und Depressionen treten am häufigsten dann auf, wenn man inaktiv ist“, sagt Steven Meyers, Professor für Psychologie an der Roosevelt University in Chicago der Zeitschrift “Jolie”. Durch das Nichtstun, das hart erarbeitet werden musste, wird Raum für depressive Gefühle frei.

Entspannung bewusst genießen

Um den Blues in Schach zu halten, aber trotzdem entspannt nichts tun zu können, empfiehlt es sich, auch das Nichtstun bewusst anzugehen. Wer also den Sonntag gerne vor dem Bildschirm verbringt, sollte sich bewusst in Erinnerung rufen, diese Entspannung zu genießen und ausreichend zu würdigen.

Alternativ kann es helfen, auch für Sonntage eine To-Do-Liste anzulegen und Aktivitäten, die sonst am Samstag erledigt würden, auf beide Wochenendtage aufzuteilen. Ein weiterer Tipp: Pläne machen! Wer in der kommenden Woche bereits Termine hat, auf die man Vorfreude entwickeln kann, verfällt der Sonntagsdepression nicht so leicht.

Wer den Blues mal wieder gar nicht vertreiben kann, kann sich zumindest sicher aufgehoben in der Masse fühlen: Denn die Sonntagsdepression ist weit verbreitet. Unter Amerikanern erleben laut einer Studie des Jobportals „Monster“ umgerechnet 76 Prozent eine „sehr schlimme“ Form der Sonntagsdepression. Unter Europäern sind es mit 42 Prozent zwar wesentlich weniger, aber immer noch genügend Menschen.

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