Sonntag, 11.03.2018: Was Sie heute wissen müssen

Donald Trump droht der Europäischen Union erneut mit höheren Zöllen auf Autos. Horst Seehofer kündigt Masterplan für Asylverfahren an und Eon will Innogy übernehmen. Hier sind die wichtigsten Nachrichten des Tages.

Donald Trump hat der EU erneut mit Strafzöllen auf Autos gedroht. (Bild-Copyright: Carolyn Kaster_AP Photo)

Donald Trump droht erneut mit höheren Zöllen auf Auto-Importe

Im Handelsstreit mit der Europäischen Union hat Donald Trump nachgelegt und erneut von höheren Zöllen auf europäische Autoimporte gesprochen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania drohte der US-Präsident der EU am Samstag: “Wir werden Mercedes Benz mit Steuern belegen. Wir werden BMW mit Steuern belegen.”

Bereits zuvor hatte sich Donald Trump via Twitter zu Wort gemeldet:

Die Europäische Union, wundervolle Länder, die die Vereinigten Staaten beim Handel sehr schlecht behandeln, beschweren sich über die Zölle auf Stahl und Aluminium. Wenn sie ihre entsetzlichen Barrieren und Zölle auf US-Produkte fallen lassen, werden wir unsere gleichermaßen fallen lassen. Großes Defizit. Wenn nicht, erheben wir Zölle auf Autos etc. Fair!


Horst Seehofer für strengere Regeln bei abgelehnten Asylbewerbern

Horst Seehofer kündigt einen Masterplan an. (Bild-Copyright: Matthias Schrader_AP Photo)

Der designierte Bundesinnenminister Horst Seehofer möchte abgelehnte Asylbewerber schneller abschieben. Im Gespräch mit der “Bild am Sonntag” kündigte der CSU-Politiker an, einen “Masterplan für schnellere Asylverfahren und konsequentere Abschiebungen” zu erarbeiten. “Die Zahl der Rückführungen muss deutlich erhöht werden. Besonders bei Straftätern und Gefährdern unter den Asylbewerbern müssen wir härter durchgreifen: Wer straffällig geworden ist, hat in unserem Land nichts verloren und muss schnellstmöglich abgeschoben werden”, so Seehofer.

Eon will Innogy übernehmen

Eon könnte demnächst offenbar Innogy übernehmen. (Bild-Copyright: Martin Meissner_AP Photo)

In der Energiewirtschaft könnte es einen Milliarden-Deal geben: Eon plant die Übernahme der RWE-Tochter Innogy. Wie die Unternehmen bekannt gaben, habe es eine grundlegende Einigung gegeben, wonach RWE seinen Innogy-Anteil an Eon abgibt. Der Erwerb würde “im Rahmen eines weitreichenden Tauschs von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erfolgen”, hieß es in einer Pressemitteilung. Vor Abschluss einer Vereinbarung bedürfe es aber noch der Zustimmung der Gremien.

Kardinal Lehmann im Alter von 81 Jahren gestorben

Kardinal Lehmann ist mit 81 Jahren gestorben. (Bild-Copyright: Breuel-Bild_ddp Images)

Kardinal Karl Lehmann ist tot. Der frühere Bischof von Mainz starb im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls, den er im September erlitten hatte. Er sei am Sonntagmorgen in seinem Haus in Mainz eingeschlafen, schreibt das Bistum. Schon Anfang der vergangenen Woche hatte Bischof Peter Kohlgraf in einem Brief zu Gebeten für Lehmann aufgerufen.

“Sein Zustand war über Monate hinweg stabil, hat sich aber nicht wirklich zum Besseren gewendet. Nun schwinden seine Kräfte deutlich, sodass wir in nächster Zeit um sein Leben bangen müssen. Der Kardinal ist ruhig und gelassen. Er wird von den Ordensschwestern und Pflegekräften sehr gut versorgt. Aber er selbst hat signalisiert, dass er sich nun auf den Weg macht – das letzte Stück seiner irdischen Pilgerreise”, schrieb Kohlgraf.

Auf Twitter trauert das Bistum Mainz um Lehmann. Er sei “heute Morgen am Ziel seiner irdischen Pilgerfahrt angekommen”, hier es in dem Post.