James blamiert sich mit Schauspieleinlage

James ließ sich zu einer Schauspieleinlage hinreißen

Der ehemalige Bundesliga-Profi Heung-min Son hat Südkorea zum Sieg gegen Kolumbien geschossen.

Beim 2:1 (1:0) im Test gegen die Mannschaft um Bayern Münchens James traf Son (11./61.) doppelt. Es waren die Länderspieltreffer 18 und 19 für den Linksaußen von Tottenham Hotspur. Kolumbiens Innenverteidiger Cristian Zapata (77.) sorgte auf Vorlage von James für den Anschlusstreffer. Augsburgs Mittelfeldspieler Ja-Cheol Koo wurde bei den Gastgebern in der 82. Minute eingewechselt.

James und Teamkollege Edwin Cardona sorgten allerdings auch für Negativschlagzeilen. Der Mittelfeldstar ließ zu einer Schauspieleinlage hinreißen, Cardona schockierte mit einer rassistischen Geste.

James fällt theatralisch

Nach einem Foul von James ging Südkoreas Verteidiger Kim Ji-Su zu Boden. James half dem ehemaligen Hoffenheimer wieder auf die Beine, indem er ihn ruckartig am Trikot nach oben zog.

Das gefiel Kim aber gar nicht, weswegen er eine Wischbewegung Richtung James' Gesicht ausführte. Dass er den Kolumbianer dabei knapp nicht erwischte, hinter diesen nicht daran, theatralisch zu Boden zu gehen (Hier geht's zum Video). Keiner der Akteure wurde vom Schiedsrichter bestraft.

Cardona hatte sich in der zweiten Halbzeit zur in Südkorea als rassistische Geste ausgelegten Schlitzaugen-Aktion hinreißen lassen. "Ich bin keine aggressive Person, meine Emotionen haben mir einen Streich gespielt", sagte Cardona, der sich anschließend entschuldigte. "Ich wollte niemanden beleidigen, kein Land und eine bestimmte Rasse. Falls jemand jedoch dies so interpretiert, entschuldige ich mich dafür", sendete der kolumbianische Verband einen Video-Post des Spielers via Twitter.

Der südkoreanische Kapitän Ki Sung-Yueng hatte die Geste des Kolumbianers verurteilt: "Dieses rassistische Verhalten ist inakzeptabel."

Cardona mit rassistischer Geste

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte bereits am vergangenen Samstag die Länderspielreise seines Schützlings James kritisiert: "Das ist ein mittlerer Wahnsinn. James fliegt nach Südkorea und von da nach China. Das ist nicht nachvollziehbar. Man verlangt den Spielern Dinge ab, die vom physiologischen gar nicht möglich sind." Südkorea testet am Dienstag gegen Serbien, die Kolumbianer spielen in China.

Kolumbien und Südkorea haben sich direkt für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Die Kolumbianer hatten sich als Vierter der südamerikanischen Eliminatorias einen Platz bei der Endrunde gesichert. Der südkoreanischen Auswahl, die bis Juni vom deutschen Trainer Ulli Stielike trainiert worden war, reichte der zweite Platz in der Gruppe hinter dem Iran für die zehnte WM-Teilnahme.