Sommerserie: Berlin-Challenge: Motorrad fahren nach 25 Jahren Pause

Sommer-Challenge: Uta Keseling fährt Motorrad

Für routinierte Motorradfahrer mag es lächerlich klingen, für mich war es eine Herausforderung: nach 25 Jahren zum ersten Mal auf einem Motorrad zu sitzen. Nicht als Sozius, sondern vorn. Dabei gab es lange Zeit keine Frage, was ich am liebsten tat – Motorrad fahren.

Angefangen hatte meine Motorrad-Liebe allerdings mit einer Enttäuschung. Mit 14 sparte ich mir ein Mofa zusammen, ich war zu bequem, in unserer Mittelgebirgskleinstadt mit dem Rad zur Schule zu fahren. Außerdem interessierte mich Technik. Wie funktionieren Motoren? Kaum besaß ich das Ding, kam die nächste Frage: Warum war dieses Mofa so wahnsinnig lahm? Neugierig nahm ich es komplett auseinander, überzeugt, irgendwo einen fehlenden Gang zu finden oder einen anderen Grund dafür, dass mich sogar meine kleine Schwester mit dem Fahrrad überholte, wenn ich Mofa fuhr. Peinlich!

Motorradführerschein mit 18

Zwar schaffte ich es, das Mofa komplett wieder zusammenzubauen, aber auch danach schlich es weiter mit 25 km/h vor sich hin und ich wusste: Ich wollte ein richtiges Fahrzeug. Mit 18 machte ich den Motorradführerschein. Sechs Wochen nach der Prüfung fuhr mich ein Auto um. Frontal.

Die Motorhaube. Die Windschutzscheibe, in der sich der Winterhimmel spiegelt. Die Struktur des nassen Asphalts, über den ich schlitterte. Bis heute sehe ich den Unfall in Bildern vor mir. Der Autofahrer war irgendwie auf die linke Fahrbahn geraten. Ich flog über seine Kühlerhaube. Als mir Rettungssanitäter den Helm abnahmen, hörte ich jemanden sa...

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