Mainz feiert Rückkehrer Adler und hadert mit Torflaute

Rene Adler verhinderte in der Nachspielzeit mit zwei Paraden eine Mainzer Niederlage

Die Mainzer Fans feierten nach dem Schlusspfiff vor allem Rene Adler. Der ehemalige Nationaltorwart hatte bei seinem Comeback dem FSV Mainz 05 einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf gerettet.

In der Nachspielzeit verhinderte Adler mit zwei Glanztaten gegen Patrick Herrmann und Josip Drmic eine Niederlage seiner Mannschaft, die sich am Ende mit einem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach begnügen musste. (Spielplan und Ergebnisse)

Adler bei Rettungstat im Glück

"Ich rutsche kurz aus, kriege den Ball dann irgendwie an den Arsch und habe auch ein bisschen Glück gehabt", kommentierte Adler hinter bei Sky die Situation, als er weit außerhalb des Strafraums gegen Drmic klärte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Mainz verpasste durch das Remis zwar den Sprung vom Relegationsplatz und wartet seit fünf Partien auf einen Sieg, aber durch den Punktgewinn haben die Rheinhessen nach wie vor gute Karten im Kampf um den Klassenerhalt. Am Samstag muss der FSV im Kellerduell beim Vorletzten 1. FC Köln antreten.

Mainz seit vier Spielen torlos

"Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, mit Herz und Leidenschaft, berührt auch das Publikum. Darauf können wir aufbauen, aber in unserer Situation ist das natürlich auch ein bisschen wenig", sagte Adler.


Vor allem die Torausbeute in der Offensive bleibt dürftig, seit vier Spielen warten die Mainzer auf einen eigenen Treffer. "Jeder hat für den anderen alles in die Waagschale geworfen und wenn wir das weiter machen, fällt uns auch mal ab und an ein Ball vor die Füße, den wir dann reinmachen", sagte Adler.

Auch Sommer pariert spektakulär

Die größte Chance auf ein Tor und damit möglicherweise auch den Sieg vergab Alexander Hack (66.). Gladbachs Keeper Yann Sommer lenkte einen Kopfball des Mainzers mit einem Reflex an die Unterkante der Latte und hatte anschließend Glück, dass er den Abpraller noch auf der Torlinie zu fassen bekam.


"Ich habe mich fast draufgesetzt, am Ende war auch ein bisschen Glück dabei", sagte Sommer anschließend bei Sky. Die Gladbacher rangieren nach vier Spielen ohne Sieg im Niemandsland der Tabelle. "Das war kein schönes Spiel, am Ende ist für beide Mannschaften ein Punkt korrekt", ergänzte Sommer.

"Natürlich hätten wir das Spiel hinten raus sehr gerne gewonnen. Heute hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt", haderte Gladbachs Trainer Dieter Hecking.

Ausfälle auf beiden Seiten

Vor 30.173 Zuschauern in der Mainzer Arena passierte zunächst nicht viel. Beide Mannschaften wollten augenscheinlich keine Fehler machen. In der 10. Minute sorgte der Gladbacher Raffael zum ersten Mal für Gefahr. Die Mainzer betrieben davor und danach viel Aufwand - ohne echten Ertrag. Auch die Gäste agierten zu passiv.

Auch Mitte der ersten Hälfte änderte sich nichts am Geschehen. Die Mainzer spielten mit großem Einsatz und hoher Intensität, es kam aber kaum etwas dabei raus. Die Gladbacher Vorstellung war bis dahin vor allem in der Offensive enttäuschend, nur Nationalspieler Lars Stindl krempelte die Ärmel hoch.

Gladbach fordert vergeblich Elfmeter

Erst gegen Ende der ersten Hälfte erhielt der Kapitän mehr Unterstützung. In der 42. Minute hatte Mainz Glück, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe nach einem Zweikampf zwischen Jean-Philippe Gbamin und Stindl nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs vergab der Argentinier Pablo De Blasis die erste echte Chance für die Mainzer (48.). In dieser Phase machte der FSV mächtig Druck, doch Sommers Glanztat verhinderte einen Mainzer Treffer.

Auf der Gegenseite hatte Thorgan Hazard den Treffer für Gladbach auf dem Fuß (72.). Nach dieser Szene schaltete die Borussia einen Gang höher und drängte die Mainzer in die Defensive.  Herrmann und Drmic scheiterten in der Nachspielzeit jeweils an Adler