Sommermärchen-Skandal: Vorwürfe für Beckenbauer "erstunken und erlogen"

Wurden bei der Vergabe der WM 2006 Stimmen gekauft? Der Verdacht steht im Raum, die Staatsanwaltschaft Frankfurt findet aber keine Hinweise.

Franz Beckenbauer hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Zusammengang mit dem Sommermärchen-Skandal zum wiederholten Male zurückgewiesen und als "erstunken und erlogen" bezeichnet. Zudem signalisierte der 72-Jährige am Samstagabend bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises in München, dass er aufgegeben habe, für die seiner Meinung nach richtige Meinung und Ansicht zu kämpfen.

"Man bildet sich sein eigenes Bild, da hast du überhaupt keine Möglichkeit dagegen vorzugehen, das habe ich dann auch aufgegeben", sagte Beckenbauer. Er habe jedenfalls "den Leuten Auskunft gegeben, die es von mir verlangt haben".

Beckenbauer an 6,7 Millionen-Euro-Deal beteiligt

Noch immer wird über den ursprünglichen Zweck der 6,7 Millionen Euro gerätselt, die der DFB ein Jahr vor der Heim-WM 2006 über die FIFA auf ein Konto des ehemaligen adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus gezahlt hatte.

Drei Jahre zuvor war die gleiche Summe über ein kompliziertes Konstrukt, an dem Beckenbauer offenbar maßgeblich beteiligt war, an den ehemaligen Skandalfunktionär Mohamed Bin Hammam in Katar geflossen. Der damalige WM-OK-Chef Franz Beckenbauer hatte den Deal eingefädelt.