"Er sollte nicht kritisiert werden" - Arsene Wenger verteidigt Mesut Özil nach dem Aus in der Europa League

Arsene Wenger wollte nach dem Aus in der Europa League keine Kritik an einzelnen Spieler laut werden lassen und nahm das Team in die Pflicht.

Arsene Wenger war nach dem Halbfinal-Aus des FC Arsenal in der Europa League schwer frustriert. "Ich bin wirklich sehr traurig heute", sagte der 68 Jahre alte Trainer der Gunners nach der 0:1-Niederlage bei Atletico Madrid (Hinspiel 1:1): "Fußball kann sehr gemein sein, manchmal auch sehr schön, aber heute leide ich stark."

Wenger verlässt die Londoner am Saisonende nach 22 Jahren an der Seitenlinie und verpasst damit einen Erfolg zum Abschied. Das entscheidende Tor für Atletico erzielte Diego Costa (45.+2).

Wenger: "Haben als Team verloren"

Bei Arsenal konnte Weltmeister Mesut Özil letztlich nicht für eine Wende sorgen. Kritik an seinem Spielgestalter, unter anderem durch Arsenal-Ikone Martin Keown, wies Wenger aber zurück. "Er hat richtig viel gegeben und sollte nicht kritisiert werden, nur weil er nicht getroffen hat", sagte der Franzose: "Wir hatten einige Chancen und haben als Team verloren."

Keown hatte bei BT Sport gegen Özil gewettert: "Für mich war er heute Abend nicht würdig, das Trikot zu tragen. Er habe keine "zufriedenstellende Leistung“ des Mittelfeldspielers gesehen, der deutsche Nationalspieler gebe in den Augen des 51-Jährigen nicht alles für den Klub.

Sorgen machte sich Wenger nach dem Spiel um seinen Landsmann Laurent Koscielny. "Es sieht nicht wirklich gut aus, es ist die Achillessehne", sagte Wenger zum Innenverteidiger, der bereits in der 12. Spielminute ausgewechselt werden musste. Nun gelte es, weitere Untersuchungen abzuwarten. Die Chancen erscheinen gering, dass der 32-Jährige für Frankreich bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) spielen kann.