Sohn hilft nahezu blindem Vater: Schützenkönig in Köln-Flittard trotzt seinem Handicap

Fast völlig erblindetes Mitglied siegt beim Schießen.

Christoph Schmitz heißt der neue König der St.-Sebastinus-Schützenbruderschaft Flittard. Zum zweiten Mal nach 2012 sicherte er sich mit dem 138. Schuss aus dem Großkalibergewehr diese Würde. Markus Wergner wurde Heukönig, Dorian Daub Jungschützenkaiser, Paul Walter Schülerprinz und Julius Schmitz Kükenkönig.

Für den 53-Jährigen ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, an einem Königsschießen teilzunehmen. Fast völlig erblindet, ist er auf Hilfe angewiesen. „Mein Sohn Daniel hilft beim Zielen und gibt mir Tipps, ob ich höher oder weiter nach rechts anlegen soll“, erklärt Schmitz. Außerdem müsse man natürlich eine ruhige Hand haben. So sei ihm der entscheidende Treffer auf den schon locker sitzenden Holzvogel gelungen.

Keine Nachwuchssorgen

Im Gegensatz zu anderen Schützenbruderschaften geht es den Flittarden noch sehr gut. „Neben Stammheim gehören wir zu den größten in Köln überhaupt“, stellt Schmitz fest. Nachwuchsprobleme seien in der Bruderschaft kein Thema. Die Jugendabteilung sei stark.

Der neue König, der außerdem als ehrenamtlicher Leiter des Musik-Corps Flittard aktiv ist, sieht den Grund für den guten Zustand der Bruderschaft vor allem im dörflichen Charakter des Stadtteils. Hier seien die Bindungen der Bewohner untereinander noch eng und das Vereinswesen sehr lebendig....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta