Software-Problem: Ehe für alle kann in Berlin nicht eingegeben werden

Sascha Koesch
(Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Follow / Flickr)


In Berlin scheint es derzeit nicht möglich zu sein in der Software beim Standesamt das Geschlecht der Heiratenden anders einzugeben als Mann und Frau. Dies scheint dazu zu führen, dass bei gleichgeschlechtlichen Ehen nun ein Partner fälschlicherweise als Mann oder Frau angegeben werden muss. Und möglicherweise ist das sogar bundesweit so, denn die Software soll überall die gleiche sein. Klingt wie eine Lappalie? Ja, aber der Clou der Geschichte ist, dass mit der Behebung des Problems erst im Herbst 2018 gerechnet wird.

Absurd, zumal man denken würde, dass hier einfach nur jemand eine Formel ändern müsste. Noch absurder aber, dass die Standesämter selbst die Software, um überhaupt solche Ehen eintragen zu können erst am 1. Oktober, wenn das Gesetz in Kraft tritt, bekommen sollen, am absurdesten, dass man das nicht bis zum 1. Oktober noch regeln können soll, wenn man es jetzt schon weiß.

"Ehe für alle"-Photo von Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Stefan Kaminsky, Flickr, CC by 2.0

Morgenpost