Software AG erwägt, sich zum Verkauf zu stellen: Kreise

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(Bloomberg) -- Die Software AG prüft nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen strategische Optionen, darunter auch einen möglichen Verkauf. Das Papier steigt um bis zu 9,5%.

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Das in Darmstadt ansässige Softwareunternehmen mit einem Marktwert von 2,8 Milliarden Euro arbeitet mit Beratern zusammen, um das Interesse potenzieller Käufer, einschließlich Private-Equity-Firmen, zu testen, so die Personen.

Die Überlegungen befänden sich noch im Anfangsstadium und es sei nicht sicher, dass man sich für einen Verkauf entscheiden werde, sagten die Personen, die darum baten, nicht namentlich genannt zu werden, da es sich um vertrauliche Informationen handele.

Analysten von Morgan Stanley schreiben in einer Einschätzung, der Übergang hin zu einem Subskriptionsmodell werde für die Software AG als börsennotiertes Unternehmen schwierig und ein potentieller Käufer würde die beiden Geschäftsbereiche womöglich trennen. Ihr Kollege Armin Kremser von der DZ Bank nennt die Meldung überraschend, tippt eher auf Private Equity als Interessenten als auf einen Strategen und erwartet wenig Kurspotenzial, da die Aktie jetzt schon teuer sei.

Die Aktie handelte um 11:38 Uhr in Frankfurt mit 8,1% im Plus.

Eine Transaktion würde wahrscheinlich die Zustimmung der Software AG-Stiftung erfordern, die mehr als 30% des Unternehmens hält. Die gemeinnützige Stiftung wurde in den 1990er Jahren von Firmengründer Peter Schnell ins Leben gerufen.

Ein Vertreter der Software AG lehnte eine Stellungnahme ab.

Die 1969 gegründete Software AG entwickelt Unternehmenssoftware und zählt nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Firmen zu ihren Kunden, darunter 50% der Fortune-500-Unternehmen. Software AG erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatz von 599 Millionen Euro und lag damit auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2020, wie aus Geschäftsberichten hervorgeht.

Überschrift des Artikels im Original:

Software AG Is Said to Explore Sale of $3 Billion Tech Company

(Ergänzt Kursreaktion in erstem Absatz, Analystenkommentare in viertem.)

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