Social-Media-Geständnis: Donald Trump twittert gerne aus dem Bett

Donald Trump hat 47,2 Millionen Follower auf Twitter. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

In einem Interview mit dem britischen TV-Moderator Piers Morgan verriet US-Präsident Donald Trump Details zu seinem Twitter-Verhalten.

Wie kein Präsident vor ihm nutzt Donald Trump Twitter als offiziellen Nachrichtenkanal. Egal, ob er sich zu tagespolitischen Agenden äußert, gegen Kritik seitens der von ihm gerne als „Fake News“ verschmähten Presse kontert oder über diplomatische und bilaterale Beziehungen zu anderen Ländern Stellung nimmt: Twitter ist aus dem tagespolitischen Geschehen der USA nicht mehr wegzudenken. Dass Trump gerne twittert, ist bekannt – aber wie genau er das tut, verriet er nun dem britischen TV-Publikum.

„Manchmal diktiere ich etwas ganz schnell und gebe es meinen Leuten, damit sie es online stellen“, erzählte Trump. „Wenn ich diese Form der Kommunikation nicht habe, kann ich mich nicht selbst verteidigen“, so der 71-Jährige in dem Gespräch, das am Sonntag vom britischen Sender „ITV“ ausgestrahlt wurde. Das berichtet unter anderem „New York Post“.

Die Tweets stammen von ihm – aber nicht immer drückt der US-Präsident selbst auf „Senden“. (Bild: AP Photo/Michael Probst)

Für den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sei der Nachrichtendienst laut eigenen Angaben das einzige Mittel, um sich zu verteidigen oder, in seinen Augen, Dinge richtig zu stellen: „Ich bekomme eine Menge Fake News zu sehen, eine Menge Nachrichten, die sehr falsch sind oder erfunden wurden“, so Trump.

Auch über den Ort, von dem aus der Milliardär seine Kurznachrichten abfertigt, verriet er Details „Nun, vielleicht manchmal vom Bett aus, manchmal am Frühstückstisch oder beim Mittagessen, was auch immer – aber meist frühmorgens oder am Abend, wenn ich tun kann, was ich will. Ich bin im Alltag sehr beschäftigt, sehr viele Stunden. Ich bin beschäftigt“, bekräftigte er.

Darüber, dass Trump gerne vom Schlafzimmer aus seine Nachrichten verschickt, wurde bereits in der Vergangenheit gerne gemutmaßt und gespottet. Nun bestätigt der Präsident dies ganz offiziell.

Auch Trumps Leidenschaft für Fastfood wurde in dem Interview thematisiert. „Ich denke, dass ich in Wirklichkeit ziemlich gut esse“, so der Präsident. „Ich esse hochwertiges Essen von den besten Köchen der Welt, ich esse gesundes Essen, und manchmal esse ich auch diese Art von Essen“, schwächt Trump die Gerüchte ab, er würde sich vorwiegend von Burgern und Pommes von McDonald’s ernähren.


Auch das Thema Feminismus wurde im Interview kurz angeschnitten. Wenig überraschend sieht sich Trump selbst nicht als Feministen: „Nein, ich bin kein Feminist. Ich glaube, das würde zu weit gehen. Ich bin für Männer, ich bin für Frauen, ich bin für jeden.“

Seine Beziehung zu Großbritannien sieht er äußerst positiv: „Ich glaube, ich bin sehr beliebt in Ihrem Land“. Als ihn Morgan mit den Worten „Lassen Sie uns nicht zu voreilig werden, Mr. Präsident“ hier etwas zügeln wollte, fuhr Trump gewohnt selbstbewusst fort: „Ich weiß, aber ich glaube das wirklich. Ich bekomme so viel Fanpost von Leuten in Ihrem Land. Sie lieben das Gefühl der Sicherheit, das von mir kommt, sie lieben, dass ich über viele verschiedene Dinge etwas sage.“

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