So wurden die Daten zu den Trendvierteln erhoben

Jenseits des Asylstreits arbeitet die Regierung ihren Koalitionsvertrag ab. Am 1. September kommt die steuerliche Sonderabschreibung im Wohnungsbau.

Datenbasis

Für die Trendviertel-Erhebung des Handelsblatts wurden die realen Kaufpreise für Eigenheime und Eigentumswohnungen herangezogen. Die Daten stammen von mehr als 600 Kreditinstituten. Die angeschlossenen Geldhäuser übermitteln die anonymisierten Immobilienverkehrswerte, die sie ihren Kreditgutachten zugrunde legen, vierteljährlich an das Analysehaus vdp Research. Die Berliner Experten werteten jeden Postleitzahlbereich der ausgewählten Städte exklusiv für das Handelsblatt aus.

Auswertung

vdp Research wendet bei der Datenanalyse aufwendige statistische Verfahren an, um Unterschiede zwischen Eigenheimen und Einfamilienhäusern herauszurechnen, die aufgrund von Bauqualität, Baujahr und Lage vorliegen. In diesem Jahr wurde zudem erstmals auch die räumliche Beziehung zwischen den Objekten analysiert: Berücksichtigt wurde, dass benachbarte Objekte große Ähnlichkeiten aufweisen, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Mit zunehmender räumlicher Distanz wird diese Ähnlichkeit dann geringer. Der so gewählte statistische Ansatz ermöglicht es, Preise unabhängig von Stadtteilgrenzen zu analysieren.

Ergebnisse

Zu den in der Stadtkarte eingezeichneten so genannten Trendvierteln zählen all jene Stadtteile, in denen die Preise für Wohnungen beziehungsweise Einfamilienhäuser in den Jahren 2015 bis 2017 stärker gestiegen sind als im Durchschnitt der analysierten Stadt. In der Tabelle darunter werden die fünf Trendviertel mit den höchsten Preis- und Mietsteigerungsraten des vergangenen Jahres genannt.

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