So will Dresden das Playoff-Wunder schaffen

Franziska Wendler
·Lesedauer: 2 Min.
So will Dresden das Playoff-Wunder schaffen
So will Dresden das Playoff-Wunder schaffen

Wirklich verheißungsvoll ist diese Ausgangsposition nicht.

In der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga der Frauen kassierte der Dresdner SC gegen den aktuellen Deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart drei deutliche 0:3-Niederlagen in Folge. Und auch in der aktuell stattfindenden Finalserie sieht es kaum besser aus.

Im ersten Spiel unterlag Dresden dem MTV am vergangenen Samstag zuhause wieder klar mit 0:3.

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Am Mittwochabend kommt es dann in der Arena in Stuttgart zum nächsten Showdown zwischen dem Tabellenzweiten und dem besten Team der Hauptrunde (ab 17.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im Livestream). Dass es sich bei den Stuttgarterinnen trotz vier Pleiten in Folge um den Angstgegner der Dresdnerinnen handelt, will deren Trainer Alexander Waibl nicht so stehen lassen.

Dresden hat vor Stuttgart keine Angst

"Im Sport ist kein Raum für Angst. Wenn wir gegen Stuttgart verlieren, dann weil sie besser waren", erklärte er im Gespräch mit SPORT1. Und auch dass das Selbstvertrauen seiner Spielerinnen nach den vielen Misserfolgen gegen ein und denselben Gegner angeknackst sein könnte, verneint der Coach: "Wir sind voller Selbstvertrauen. Warum auch nicht. Wir spielen eine starke Saison und alles ist möglich."

Und doch ist die Aufgabe für den 53-Jährigen denkbar schwierig. Um nicht schon nach dem zweiten Spiel der Finalserie vollends unter Druck zu stehen, sollte in der zweiten Partie dringend der Ausgleich her.

Ein Vorhaben, das nach den Leistungen der regulären Saison eigentlich möglich sein sollte. Der Dresdner SC war dabei nämlich die Überraschung schlechthin. Das Team um Ex-Nationalspielerin und Libera Lenka Dürr hat zur Saison 2020/21 ein ganz neues Gesicht bekommen. Der Altersdurchschnitt hat sich knapp unter die 23 Jahre gesenkt, die Mannschaft wirkt frisch.

Mit dem Spielstil des Finalgegners hat der SC trotzdem zu kämpfen.

Waibl will bis zur letzten Sekunde kämpfen

"Alle haben mit Stuttgart Probleme, wenn sie auf ihrem Top-Level spielen. Das liegt daran, dass sie sich aufgrund ihrer Physis leichter tun, als alle anderen aus hohem Ball beziehungsweise gegen Doppelblock zu punkten. Das ist eine individuelle Qualität", erklärt Waibl die Stärken des Gegners. (Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-Bundesliga der Frauen)

Aktuell scheint es so, als fehle Dresden gegen diesen ganz speziellen Gegner ein Mittel, um die mögliche Titelverteidigung zu verhindern. Aufgeben will und wird Waibl mit seinem Team deshalb aber noch lange nicht.

"Wir sind Sportler, würden wir nicht an unsere Chance glauben, wären wir nicht da, wo wir sind: im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Und solange nicht eine Mannschaft drei Siege hat, ist alles möglich", macht er klar.