So viel müsst ihr mit 18, 25, 30 oder 40 Jahren monatlich anlegen, um im Rentenalter Millionär zu sein

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Eine Million Euro auf dem Konto zu haben, das können nur Fußballstars, Top-Manager oder Hollywood-Schauspieler – für „normale“ Bürger mit gewöhnlichen Jobs ist das unmöglich, so die landläufige Annahme. Denn wie soll das jemand mit einem durchschnittlichen Gehalt überhaupt stemmen. Schließlich fressen Miete, Essen und Co. einen Großteil des monatlichen Einkommens direkt auf.

Doch laut einer Studie des digitalen Vermögensverwalters Growney kommt es gar nicht auf den konkreten Job, also die Höhe des Monatseinkommens an, ob ihr es schafft Millionär oder Millionärin zu werden. Sondern es komme vielmehr darauf an, wie ihr mit eurem Geld umgeht. Und das auch ohne euch alles verkneifen zu müssen, was etwas kostet.

Denn das Erfolgsrezept ist laut dem Berliner Robo-Advisor recht simpel: Monat für Monat Geld zurücklegen – und mit einem weltweiten ETF-Portfolio profitieren. Ein ETF (Exchanged-Traded Funds) ist ein Aktienpaket, welches nicht von einem Manager aktiv verwaltet und zusammengestellt wird, sondern automatisch bestimmten Indizes folgt.

Beispiel: Der MSCI World bildet die Entwicklung von 1.600 Unternehmen aus den 23 führenden Industrienationen ab. Mit einem Investment in den ETF setzt ihr sozusagen auf die „Welt-Wirtschaft“. Der MSCI World macht durchschnittlich eine jährliche Rendite von etwa sieben Prozent. Was ihr beachten solltet: Dieser ETF besteht zu zwei Dritteln aus US-Aktien, ist somit stark von der wirtschaftlichen Entwicklung der USA abhängig. Wollt ihr euer Geld noch breiter streuen, so könnt ihr ein Portfolio aus mehreren weltweiten ETFs zusammensetzen.

Wenige hundert Euro im Monat reichen aus, um im Alter Millionär zu sein

Der digitale Vermögensverwalter Growney setzt auf diese Strategie und investiert damit in fünf bis zehn Indexfonds, die somit bis zu 5000 Aktien aus mehr als 40 Länder aufnehmen. Basierend darauf, erwartet Growney eine jährliche Rendite von rund 6 Prozent.

Nun hat Growney – auf Grundlage dieser Rendite – errechnet, wie viel ihr jeden Monat anlegen müsst, um im Rentenalter Millionär zu werden. Die Inflation wurde dabei aber nicht berücksichtigt. Das Ergebnis zeigt: Mit Durchhaltevermögen könnt auch ihr es schaffen, eine siebenstellige Summe auf eurem Konto zu haben.

Für beispielsweise 18-Jährige reicht es, wenn sie monatlich rund 300 Euro zurücklegen. Das ist zwar für viele junge Menschen eine enorme Herausforderung, könnte sich aber lohnen: Denn bei einer jährlichen Durchschnittsrendite von sechs Prozent kommt so im Alter von 67 Jahren eine Million zusammen.

Wer mit 25 Jahren den Vermögensaufbau startet, muss monatlich knapp 460 Euro investieren, um bei sechs Prozent Rendite auf die Million Euro bis zum Rentenalter zu kommen.

Für 30-Jährige steigt der monatliche Betrag auf rund 635 Euro, für 40-Jährige auf 1267 Euro. Das zeigt: Selbst knapp 25 Jahre vor der Rente ist es also theoretisch möglich, ein Vermögen in Höhe von einer Million Euro zu erreichen.

„Mit Disziplin kann eigentlich jeder im Alter Millionär sein“

„Der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau ist die Zeit. Deswegen bringt es besonders viel, so früh wie möglich anzufangen. Am besten plant man das schon mit der ersten Gehaltszahlung ein“, sagt Thimm Blickensdorf, Bereichsleiter Kundengeschäft bei Growney. Denn: „Mit etwas Disziplin kann eigentlich jeder, der heute zwischen 18 und 40 Jahre alt ist, im Alter Millionär sein.“

Und wer bis zum Rentenalter seine Million erreicht hat, kann allein schon von der jährlichen Rendite gut leben. Liegt diese weiter bei durchschnittlich sechs Prozent im Jahr, kann man sich jeden Monat knapp 5000 Euro brutto auszahlen lassen und somit ein sorgenfreies und entspanntes Rentenleben genießen.

Dieser Artikel erschien bei Business Insider zuerst am 15. Juni 2021.