So vermeidest du Bakterienbildung in der Waschmaschine

Anna Rinderspacher
Freie Journalistin

Es müffelt aus der Wäschetrommel und das Bettlaken duftet auch eher nach modrigem Keller als nach Frühlingsblumen? Dann waren meist fiese Bakterien am Werk. Yahoo Style erklärt euch, was ihr dagegen tun könnt.  

Niemand mag es, wenn die frisch gewaschene Wäsche nicht frisch gewaschen riecht. (Symbolbild: Getty Images)

Moraxella osloensis heißt der Übeltäter, der den üblen Geruch verursacht. Besonders in den Dichtungen der Waschmaschinen-Tür sammelt er sich gerne an, wie Markus Egert von der Hochschule Furtwangen gegenüber “Deutschlandfunk“ erklärt. Dadurch kann es einen üblen Geruch in der Waschmaschine verbreiten, der womöglich auf die Wäsche überspringt.

Egerts Team aus Mikrobiologen hat 13 Waschmaschinen untersucht und dabei insgesamt 229 verschiedene Arten von Bakterien gefunden. Für immunschwache Menschen und Personen, die an einer Hautkrankheit leiden, können diese zur Gefahr werden.

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Warum in der Waschmaschine Krankheiten lauern

Vor allem im Spülgang, dem letzten Schritt, bevor die Wäsche fertig wird, können Mikroben, die sich in der Maschine befinden, mit dem Spülwasser auf die Wäsche übergehen. Über Kleidungsstücke und Bettwäsche geraten sie schließlich auch auf unsere Haut und können zu einem gesundheitlichen Problem für uns werden, etwa wenn in der Maschine Kleidung von verschiedenen Personen zusammen kommt und einer davon krank ist – laut Egert gehören Fußpilz und Durchfall zu den Krankheiten, die sich auf diese Weise verbreiten können.

Es empfiehlt sich, die Tür der Waschmaschine offen zu lassen, wenn die Maschine nicht wäscht. (Symbolbild: Getty Images)

Wenn eine Person im Haushalt krank ist, sei es deshalb hilfreich, sich nicht für einen umweltschonenden Waschgang bei niedriger Temperatur und mit weniger Wasser zu entscheiden, so der Mikrobiologe. Dieses würde die Zucht von Bakterien beflügeln. Zudem sei es wichtig, die Waschmaschinentüre offen stehen zu lassen, wenn die Maschine nicht wäscht. "Und was man auch nicht machen sollte ist, dass man Wäsche vergisst, also waschen und dann die feuchte Wäsche mehrere Tage liegen lassen in der Maschine", weiß Egert.

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Keimfrei waschen

Darüber hinaus empfiehlt der Wissenschaftler, die Dichtung der Türe regelmäßig gut zu reinigen, ebenso wie die Einspülkammer. Dazu braucht es nicht unbedingt ein chemisches Pflegemittel, auch Hausmittel wie Natron, Essigreiniger oder Zitronensäure eignen sich für die Reinigung und helfen ganz nebenbei auch gegen Kalk.

Wichtig ist, dass die Maschine für die Reinigung ohne Wäsche läuft und ein Waschprogramm von 60 bis 95 Grad gewählt wird. Nur so können Keime wirklich abgetötet werden. Die Zitronensäure hat außerdem einen weiteren angenehmen Nebeneffekt: Nach dem nächsten Waschgang wird sie die Wäsche ganz wunderbar frisch duften lassen. So soll es doch sein.

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