So sieht Hasenhüttls Zukunftsplan aus

Der Vertrag von Ralph Hasenhüttl in Leipzig läuft noch bis 2019

Bei RB Leipzig ist Ralph Hasenhüttl auch in seiner zweiten Saison als RB-Trainer ziemlich erfolgreich. Mit einem Sieg gegen Hertha BSC am Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) können die Leipziger sogar auf Platz zwei springen.

Aufgrund seines Erfolgs wurde Hasenhüttl in den vergangenen Wochen auch oft mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht, der ab Sommer einen neuen Trainer braucht.

Doch der Plan des Österreichers ist ein anderer. Sein Vertrag in Leipzig läuft zwar nur noch bis 2019, doch Gespräche über eine Vertragsverlängerung sind angedacht. "Wir sollen erst einmal abwarten, ob ich in der Lage bin, eine Mannschaft mit der Dreifachbelastung erfolgreich bis zum Ende der Saison zu trainieren. Wir werden uns aber im Winter erstmals zusammensetzen", sagte der 50-Jährige im Interview mit der Bild am Sonntag.

Im Moment scheint Hasenhüttl mit seinem Job in Leipzig vollkommen zufrieden zu sein. "Ich habe das Glück, auf allerhöchstem Niveau mich weiterentwicklen zu dürfen", lobt Hasenhüttl die Bedingungen in Leipzig. "Ich kann klar sagen: Ich bin heute ein besserer Trainer als vor anderthalb Jahren, als ich nach Leipzig gekommen bin."


Hasenhüttl: Das fehlt mir noch für die Bayern

In naher Zukunft den Trainerjob beim FC Bayern zu übernehmen, kann sich Hasenhüttl noch nicht vorstellen. "Ich bin erst das dritte Jahr in der Bundesliga. Ich habe noch nicht die Erfahrung international, hatte jetzt mein erstes Jahr in der Champions League. Ich finde es unabdingbar, dieses Wissen mitzubringen, wenn ich irgendwann Trainer eines Formats FC Bayern werden würde", erklärt der Leipzig-Coach.

Eine vollständige Absage ist dies wohl nicht. Grundsätzliche "sollte man sich im Leben keiner Herausforderung verschließen", gibt Hasenhüttl zu.

In der Champions League schied der Österreicher mit Leipzig bereits in der Gruppenphase aus. Die Gründe dafür sieht Hasenhüttl nicht im spielerischen Können, sondern in fehlender "Cleverness, Abgezocktheit".

Werner ist "unverkäuflich"

Einer, der sich - abgesehen von seinen gesundheitlichen Problemen nach dem Besiktas-Gastspiel - auch in der Königsklasse bewährt hat, ist Stürmer Timo Werner. Für Hasenhüttl ist der 21-Jährige daher "unverkäuflich": "Er ist von seinen Anlagen her auch prädestiniert für uns."


Eine konkrete Ablösesumme will sein Trainer daher nicht nennen. "Aber wenn man im Moment die größte Stürmer-Hoffnung Deutschlands ist, dann kann man sich den Wert ungefähr ausrechnen", meint der Österreicher. "Dementsprechend wird es nicht viele Vereine geben, die den Gedanken haben könnten, Timo Werner zu verpflichten."

Videobeweis mit Trainer-Challenge

Auch zum immer wieder kritisierten Videobeweis hat Hasenhüttl eine klare Meinung: "Behalten. Allerdings mit Trainer-Challenge." Somit würden die Entscheidungen im Stadion und nicht in Köln getroffen und die Verantwortung läge bei den Vereinen, begründet der 50-Jährige seine Forderung.

Für die Zukunft hofft Hasenhüttl, dass Leipzigs Konzept, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs aufzubauen und auch zu behalten, weiterhin aufgeht. Bei Naby Keita, der im August diesen Jahres zum FC Liverpool wechselte, klappte dies zwar nicht, aber Hasenhüttl ist dennoch zuversichtlich: "Wir werden neue Keitas auf den Platz bringen. Am besten dann ohne Klausel."