Die Türkei entlässt den Journalisten Deniz Yücel aus der Haft. Die Netzgemeinde ist begeistert, fordert aber auch die Freilassung weiterer Inhaftierter.

Die Türkei entlässt den Journalisten Deniz Yücel aus der Haft. Die Netzgemeinde ist begeistert, fordert aber auch die Freilassung weiterer Inhaftierter.


Der Welt-Journalist Deniz Yücel soll nach über einem Jahr in der Türkei aus der Haft entlassen werden. Ihm war in dem Land „Terrorpropaganda“ und „Aufwiegelung der Bevölkerung“ vorgeworfen worden. Seine Inhaftierung belastete zusehends die deutsch-türkische Beziehung – und wurde zum personifizierten Symbol des angespannten Verhältnisses.

Über Twitter begrüßen Tausende Nutzer unter dem Hashtag #FreeDeniz die beschlossene Freilassung – allen voran sein Anwalt Veysel Ok. „Endlich hat das Gericht die Freilassung meines Mandaten beschlossen“, schrieb er.


Das Foto der Freilassung, das der Anwalt nur wenige Stunden später in dem Kurznachrichtendienst verbreitete, wurde mehr als 2.400 Mal geteilt.


Im Namen des geschäftsführenden Bundesaußenministers Sigmar Gabriel bedankte sich das Auswärtige Amt via Twitter bei der türkischen Regierung für die „Unterstützung bei der Verfahrensbeschleunigung“.


Aus den politischen Reihen gehören die Grünen zu den Ersten, die sich in dem Kurznachrichtendienst kurz nach Bekanntgabe der Freilassung Yücels äußern.


Ebenso wie die Grünen erinnert FDP-Chef Linder an die weiterhin politisch Inhaftierten.


Von den Sozialdemokraten meldet sich Bundestags-Vize Thomas Oppermann zu Wort.


Die ZDF-Satire-Sendung nimmt die Freilassung des Journalisten zum Anlass, zum wiederholten Male Kritik an der türkischen Regierung zu üben.


Und auch Schulz bekommt sein Fett weg.


Während die einen lästern, gönnen sich andere nach der Meldung erstmal einen Schnaps.


Und andere wiederum extra fettiges Essen.