So plant Bayern ohne Boateng!

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.
So plant Bayern ohne Boateng!
So plant Bayern ohne Boateng!

Er muss gehen!

Jérôme Boateng wird den FC Bayern nach zehn Jahren am Saisonende verlassen, weil sein am 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Der kicker bestätigt diese SPORT1-Information. Demnach habe der Aufsichtsrat seine Entscheidung bereits getroffen. Auch Boateng-Berater Damir Smoljan (Lian Sports) soll bereits informiert worden sein.

Boateng muss gehen, weil sein Ersatz schon bereitsteht: Dayot Upamecano von RB Leipzig. Wie Boateng ist der 22 Jahre alte Franzose eine Abwehrkante, Rechtsfuß und Innenverteidiger.

Im neuen SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" schwärmte Leipzig-Torhüter Peter Gulacsi: "Er ist einer der schnellsten Verteidiger Europas. Seine Ballführung ist sauberer geworden, er hat ein gutes Aufbauspiel und kann mit dem Ball auch nach vorne dribbeln. Er ist ein offensiver, mutiger Innenverteidiger."

Boateng ist nach David Alaba der zweite Innenverteidiger, der die Münchner am Saisonende verlassen wird.

So plant der FC Bayern nach Boateng

Zur kommenden Saison planen die Münchner Kader-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefscout Marco Neppe (bald Technischer Direktor) derzeit mit vier Innenverteidigern: Neuzugang Upamecano, Niklas Süle, Lucas Hernández und Tanguy Nianzou.

Allerdings kann es sein, dass die Bayern nochmal nachrüsten, da die Zukunft von Süle offen ist. Der Vertrag des 25 Jahre alten Nationalspielers läuft 2022 aus. Interesse gibt es vom FC Chelsea.

Bislang haben noch keine konkreten Vertragsgespräche mit den Bayern stattgefunden, sollen aber demnächst folgen. In diesem Sommer könnte Süle nochmal richtig Geld einbringen. Ein ablösefreier Abgang im nächsten Sommer soll unter allen Umständen vermieden werden.

Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

FC Bayern hält Augen weiter offen

Die Bayern halten die Augen auf dem Transfermarkt auch deshalb weiter offen, weil Super-Talent Nianzou extrem verletzungsanfällig ist (zuletzt zwei Muskelbündelrisse). Ihm geben die Bayern aber alle Zeit der Welt, um durchzustarten. Zuletzt stand er gegen Leipzig (1:0) im Kader.

Neuzugang und Linksverteidiger Omar Richards (Reading) ist jedenfalls nicht für die Innenverteidigung vorgesehen. Rechtsverteidiger Benjamin Pavard möchte dort langfristig spielen.

Boateng hingegen ist auf Abschiedstournee. Sein Trainer Hansi Flick wird ihm nachtrauern, sagt: "Er ist ein Spieler, der jeder Mannschaft guttun kann." Stammspieler bleibt er bis Saisonende trotzdem. Erst danach folgt der Umbruch in der Defensiv-Zentrale.