So sollen Neymar und Cavani ihren Ego-Streit lösen

In Paris kommt es zum Zwist. Cavani und Neuzugang Neymar zankten sich am Elfmeterpunkt

Nach dem Elfmeter-Zoff seiner Superstars Neymar und Edinson Cavani will der französische Pokalsieger Paris Saint-Germain offenbar die Wogen zwischen den Alphatieren aus Südamerika glätten.

Wie die Tageszeitungen L'Equipe und Le Parisien vermelden, muss das Offensiv-Duo zum Rapport. Trainer Unai Emery und Sportdirektor Antero Henrique wollen den Streit schlichten.

Angeblich sollen sich die Angreifer in Zukunft bei ruhenden Bällen abwechseln.


Neymar hatte sich beim wichtigen 2:0 der Pariser gegen Olympique Lyon am vergangenen Sonntag mit Cavani wegen eines Elfmeters angelegt. 

Der Brasilianer wollte schießen, doch der Uruguayer - bis zu Neymars Ankunft immer erster PSG-Standardschütze - schnappte sich die Kugel. 

PSG-Boss schimpft auf Medien

Die kindische Diskussion, bei der es laut L'Equipe wohl auch um eine Torjäger-Prämie von ein Millionen Euro ging, schlug hohe Wellen. Es kamen Gerüchte um eine Kabinen-Keilerei auf, zudem entfolgte Neymar Cavani auf Instagram.

Die katalanische Zeitung Sport, Hausblatt von Neymars Ex-Klub FC Barcelona, behauptete gar zu wissen, der Dribbelkünstler habe PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi um einen Verkauf Cavanis gebeten.

Dieser wiegelte umgehend ab. "Da ist nichts! Nur ihr von der Presse seid diejenigen, die Probleme verursachen. Sonst niemand", sagte der schwerreiche Scheich einem Reporter des Radiosenders RMC Sport.

Roche warnt Neymar und Cavani

Die Debatte um den Zoff der Superstars dürfte trotzdem anhalten - zumindest bis zum nächsten Spiel gegen Montpellier (Sa., ab 17 Uhr im LIVETICKER), der Generalprobe für den Champions-League-Kracher gegen den FC Bayern (Mi., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Dann können sie diesen Ärger vor laufenden Kameras regeln und dafür sorgen, dass in Zukunft nur noch von einer Anekdote die Rede ist", sagte Ex-PSG-Profi Alain Roche der Nachrichtenagentur AFP.

"Und falls nicht", warnte der frühere Verteidiger, "würde das sehr negative Auswirkungen auf die ganze Mannschaft haben."