So geht es im absurden Djokovic-Krimi weiter

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So geht es im absurden Djokovic-Krimi weiter
So geht es im absurden Djokovic-Krimi weiter

Es ist das wohl größte Theater, das die Tennis-Welt seit langer Zeit gesehen hat. Der Krimi um die mögliche Teilnahme von Novak Djokovic bei den Australian Open ist in vollem Gange. Mit all seinen Irrungen und Wirrungen, seinen Finten und Wenden.

In der vergangenen Woche wurde das Visum des Serben annulliert, der Superstar seitdem von den Behörden in einem Hotel untergebracht. Am Montag dann die gute Nachricht für den 34-Jährigen: Ein Richter hob die Annullierung auf, seitdem darf sich Djokovic frei im Land bewegen.

Dass der 20-malige Grand-Slam-Sieger in Melbourne aufschlägt, ist damit aber noch lange nicht gesagt. Wie geht es im Krimi weiter? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wann fällt eine Entscheidung?

Die vorläufige Einigung mit dem Richter erfolgte am Montag lediglich aufgrund eines Formfehlers. Der Serbe wurde zu früh in Gewahrsam genommen und hätte rechtlich noch knapp eine Stunde zur Verfügung gehabt, um zur Annullierung seines Visums Stellung zu beziehen, beziehungsweise um seine Anwälte zu kontaktieren. Eine Aussage über die Gültigkeit des Visums ist damit also noch nicht getroffen. 

Das heißt: Immigrationsminister Alex Hawke kann, wenn er will, erneut eine Annullierung des Djokovic-Visums anordnen.

„Nach der heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs [...] liegt es im Ermessen von Einwanderungsminister Hawke, die Annullierung des Visums von Herrn Djokovic im Rahmen seiner persönlichen Annullierungsbefugnis gemäß Abschnitt 133C(3) des Migrationsgesetzes zu erwägen. Der Minister prüft die Angelegenheit derzeit und das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen“, zitierte die britische Zeitung Guardian am Montag aus einem Statement der Behörde.

Zeitlich gebunden ist Hawke bei seiner Entscheidung nicht. „Er kann dies jederzeit tun, wenn er zu der Überzeugung gelangt, dass es einen Grund dafür gibt und es im öffentlichen Interesse liegt“, so die behördliche Erklärung weiter. Sollte Hawke Djokovic das Visum entziehen, darf der Serbe drei Jahre lang nicht nach Australien einreisen.

Die australische Zeitung The Age berichtete, Hawke wolle seine Entscheidung „in den nächsten Tagen“ fällen. Zwar wird mit einer Entscheidung im Laufe des Dienstags gerechnet, entzogen werden kann Djokovic das Visum aber jederzeit.

Wann muss der Draw für das Turnier stehen?

Am kommenden Montag, 17. Januar startet der Grand Slam mit den Spielen des Hauptfeldes, die Auslosung steigt aber bereits am Donnerstag. Zwar steht noch keine Zeit fest, allgemein wird aber von 19 Uhr Ortszeit, sprich 9 Uhr morgens in Deutschland ausgegangen. 

Immer wieder haben die Turnierverantwortlichen in den vergangenen Tagen betont, dass bis zum Dienstag feststehen muss, ob der Serbe, der an Position eins gesetzt wäre, antreten kann.

Wann wäre Djokovics erstes Spiel?

Vonseiten der Organisatoren ist bereits durchgesickert, dass sie Djokovic bei Bedarf das letzte mögliche Erstrundenmatch zuteilen würden, um ihm Zeit zu verschaffen. Damit würde er am Dienstag, 18. Januar, in der Night Session spielen.

Werden Zuschauer vor Ort sein?

Aktuell werden Tickets für das Turnier verkauft. Das Ziel der Veranstalter ist es, das Event vor fast ausverkauftem Haus auszutragen. Aber: die Fallzahlen in Down Under steigen rapide an, kurzfristige Änderungen sind also jederzeit möglich. 

Welche Spieler sind nicht dabei?

Unabhängig von der Causa Djokovic sind diverse Topspieler nicht am Start. So fehlen Roger Federer, Dominic Thiem, Stan Wawrinka und Milos Raonic verletzungsbedingt. Die Teilnahme von Nick Kyrgios ist nach einem positivem Covid-Test unsicher, Stefanos Tsitsipas könnte eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung machen. Rafael Nadal ist dagegen nach einer Covid-Infektion genesen und dabei. Andy Murray schlägt dank einer Wildcard auf.

Olympiasieger Alexander Zverev ist natürlich ebenfalls mit von der Partie.




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