Was die US-Bosse in der Formel 1 ändern werden

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Was die US-Bosse in der Formel 1 ändern werden
Was die US-Bosse in der Formel 1 ändern werden

Offiziell ist noch nichts, doch der vorläufige Kalender für die Formel-1-Saison 2022 ist mittlerweile durchgesickert.

Auch wenn sich Details noch ändern können, ist erkennbar, wie die Rechteinhaber aus den USA die Zukunft planen: Liberty Media will weniger Ausnahmen für die großen Standorte, viele Rennen in kurzer Zeit und einen starken amerikanischen Markt.

„My way or the highway“, sagt der Amerikaner, wenn er meint: „Friss oder stirb.“ Und frei nach diesem Motto geht Liberty Media auch den Umbau des Kalenders an, denn mittlerweile geht es sogar den Traditionen an den Kragen.

Monaco muss sich neuen F1-Bossen beugen

So mussten die Macher in Monaco ziemlich lange verhandeln - und hatten am Ende einige Privilegien verloren.

Wie alle anderen wird das Fürstentum seinen Grand Prix künftig von Freitag bis Sonntag ausfahren müssen. Der Sonderzeitplan mit dem Training am Donnerstag passt nicht mehr in eine Zeit, in der die Formel 1 eher auf kürzere Wochenenden drängt.

Und wie alle anderen muss Monaco nun wohl auch eine offizielle Antrittsgage an die Königsklasse zahlen.

Selbst der fixe Termin im Mai könnte künftig wackeln, denn Wunschtermine will die Formel 1 abschaffen - um ihren vollgepackten Kalender sinnvoller ordnen zu können.

Fixpunkte wie Start in Australien wackeln

Auch die über Jahre bewährte Saisoneröffnung in Australien und der Abschluss in Abu Dhabi sind nicht mehr sicher, Down Under könnte seine Sonderstellung schon 2022 verlieren.

Es gab Zeiten in der Formel 1, da galten Triple-Header als absolute Ausnahme, als Notfallmaßnahme, wenn nichts anderes möglich ist. Drei Rennen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden belasten die Crews hinter den Teams zu sehr, um zum Standard zu werden - eigentlich.

Denn 2022 wird nach jetzigem Stand das dritte Jahr in Folge, in dem die Königsklasse gleich mehrere Dreierpacks einstreut. 2020 spielten die Coronaverwerfungen eine Rolle, nun aber sieht auch ein ziemlich regulärer Kalender diese Belastung vor: Gleich drei Triples könnten es werden, dazu fünf Double-Header.

„Alle, die in der Logistik arbeiten, auch alle Mechaniker müssen ja viel früher vor Ort sein als wir“, sagt Mercedes-Sportchef Toto Wolff: „Und sie reisen auch nicht so komfortabel wie wir, das muss alles bedacht werden.“ Es gelte, die Umsatzziele der Königsklasse und die Belastung abzuwägen. 

Realität ist aber auch: Will die Formel 1 23 Rennen zwischen März und Ende November austragen, dazu eine vierwöchige Sommerpause halten - dann sind Triple-Header die Zukunft.

Amerikanischer Markt soll stark im Fokus stehen

Die Erschließung des US-Marktes spielte von Beginn an eine sehr große Rolle in der Strategie von Liberty Media, dort liegt ein riesiges Potenzial beinahe brach.

Also wollte die Formel 1 neben dem mittlerweile etablierten Standort Austin in Texas weitere Rennen in den Staaten haben. Geträumt wurde und wird von Grands Prix in New York und Las Vegas, für kommendes Jahr umgesetzt ist nun das Stadtrennen in Miami.

Bei der Expansion der vergangenen Jahre, auch in Saudi-Arabien wird ja nun gefahren, bleibt für einige kein Platz. Deutschland etwa spielt auf Sicht keine Rolle mehr in den Überlegungen.

Der mögliche Kalender für die Saison 2022:

20. März - Bahrain

27. März - Saudi-Arabien

10. April - Australien

24. April - China

8. Mai - USA/Miami

22. Mai - Spanien

29. Mai - Monaco

12. Juni - Aserbaidschan

19. Juni - Kanada

3. Juli - Großbritannien

10. Juli - Österreich

17. Juli - Frankreich

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