Snowboard: Julia Dujmovits gewinnt in Bansko, Prommegger Dritter

Julia Dujmovits hat am Sonntag eine gelungene Olympia-Generalprobe abgeliefert. Knapp vier Wochen vor dem Bewerb in Pyeongchang gewann die Burgenländerin den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Bansko und feierte damit ihren vierten Weltcupsieg, den ersten seit fast drei Jahren.

Julia Dujmovits hat am Sonntag eine gelungene Olympia-Generalprobe abgeliefert. Knapp vier Wochen vor dem Bewerb in Pyeongchang gewann die Burgenländerin den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Bansko und feierte damit ihren vierten Weltcupsieg, den ersten seit fast drei Jahren.

Dujmovits setzte sich im Finale gegen die Deutsche Ramona Hofmeister durch. Bei den Herren wurde Andreas Prommegger als bester Österreicher Dritter. Ein Wermutstropfen war die Verletzung von Sabine Schöffmann - die Kärntnerin kam im Viertelfinale zu Sturz und erlitt eine Knöchelblessur, wobei die genaue Diagnose noch aussteht.

Dujmovits genießt Erfolg in vollen Zügen

Dujmovits hatte bereits in der Qualifikation mit Rang zwei überzeugt und schlug auch im 16er-Finale bei schwierigen Pistenverhältnissen ein hohes Tempo an, mit dem ihre Konkurrentinnen nicht Schritt halten konnten. Nach Erfolgen über Nadya Ochner (ITA), Natalja Sobolewa (RUS) und Selina Jörg (GER) dominierte die PSL-Olympiasiegerin von Sotschi auch im großen Finale gegen Hofmeister, die im Viertelfinale der fünffachen tschechischen Saisonsiegerin Ester Ledecka die erste PGS-Niederlage in diesem Winter zufügte.

Dujmovits war nach ihrem Sieg überglücklich. "Ich habe jetzt fast drei Jahre auf einen Weltcup-Sieg warten müssen, daher genieße ich diesen Erfolg in vollen Zügen. Um ein Rennen gewinnen zu können, musst du inklusive Qualifikation sechs starke Läufe zeigen und darfst dir keinen Fehler erlauben. Das ist mir heute sehr gut gelungen. Ich habe in den vergangenen Wochen gezeigt, dass ich bereit für die Olympischen Spiele bin, und ab jetzt gilt meine ganze Konzentration nur noch diesem Rennen in Pyeongchang", meinte die 30-Jährige.

Prommegger-Podest genau zum richtigen Zeitpunkt

Pech hatte die für Olympia nominierte Schöffmann, die in ihrem Viertelfinal-Lauf kurz vor dem Ziel mit hoher Geschwindigkeit in das Fangnetz krachte und davor auch noch mit einem Streckenposten zusammenstieß. Sie klagte über Schmerzen im linken Sprunggelenk und wurde zur genaueren Abklärung einer möglichen Verletzung in ein Krankenhaus gebracht.

Claudia Riegler kam nach einem Fahrfehler über das Achtelfinale nicht hinaus und wurde Neunte. Die Kärntnerinnen Daniela Ulbing (32.) und Ina Meschik (35.) blieben an der Qualifikationshürde hängen.

Im Herren-Bewerb musste sich Prommegger nur im Semifinale dem späteren Sieger Nevin Galmarini aus der Schweiz geschlagen geben. "Dieses Podium kommt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe heute das Optimum herausgeholt und bin mit meiner Performance echt happy. Jetzt gilt es, die Batterien wieder aufzuladen und noch einmal gut zu trainieren, um topvorbereitet in die Olympischen Spiele zu gehen", sagte der 37-jährige Doppel-Weltmeister aus Salzburg.

Der Steirer Sebastian Kislinger (6.) und der Kärntner Alexander Payer (7.) erreichten jeweils das Viertelfinale. Der Qualifikations-Zweite Benjamin Karl zog in der Auftaktrunde gegen den Slowenen Rok Marguc um 0,10 Sekunden den Kürzeren und wurde Neunter. Der Vorarlberger Lukas Mathies verpasste als 28. der Qualifikation den Sprung in das 16er-Finale. Galmarini sicherte sich mit seinem Sieg vor dem Italiener Edwin Coratti auch bereits die kleine PGS-Kristallkugel.

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