Smartwatch–Boom in China – und einer guckt in die Röhre!

Michel Doepke
Smartwatch–Boom in China – und einer guckt in die Röhre!

In China wurden im zweiten Quartal 2017 rund 122 Millionen Smartwatches und Fitnesstracker verkauft. Dies entspricht einem Marktwachstum von 27,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein bekannter Spitzenreiter der Branche kann in China jedoch keinen Fuß fassen, DER AKTIONÄR stellt die 5 Gewinner vor.

Vom fünften Platz bis zum Podium geht es knallhart zur Sache. Zwischen Shenzhen Continental Wireless, Huawei und Qihoo liegen gerade einmal 0,8 Prozent Marktanteil Unterschied. So kommt Shenzhen, die den fünften Platz einnehmen, auf einen Anteil von fünf Prozent. Der Bronzeplatz geht mit 5,8 Prozent an Qihoo. Dazwischen befindet sich der bekannte Smartphone-Hersteller Huawei. Shenzen und Qihoo sind gerade in China für ihre Vielzahl von Kinder-Smartwatches bekannt. Huawei bläst hingegen mit der top ausgestatteten Huawei Watch 2 zum Angriff. Dank dem integrierten SIM-Fach ist mit der Watch 2 sogar ein vom Handy unabhängiges Telefonieren und Surfen möglich, wer braucht da noch ein Smartphone?

Mit 872.000 verkauften Geräten erklimmt BBK Electroniks den zweiten Platz. Der chinesische Konzern, welcher hinter den Smartphone-Marken Vivo, Oppo und Oneplus steckt, erreicht einen Marktanteil rund sieben Prozent. Absolute Dominanz und Platz Nummer eins erreicht Xiaomi. Der Unterhaltungselektronik-Riese macht nicht nur im Smartphone-Segment, sondern auch im Smartwatch-Geschäft den anderen das Leben schwer. Xiaomi konnte zum Halbjahr bereits 3.175.000 seiner Smartwatches absetzen. Das Unternehmen dominiert den Smartwatch-Markt mit gut 26 Prozent Marktanteil und steigerte seine Verkaufszahlen auf Jahressicht um rund elf Prozent. In die Röhre guckt derweilen Weltmarktführer Apple. Im letzten Jahr erreichten die Kalifornier noch gut vier Prozent Marktanteil im Reich der Mitte. Für dieses Jahr taucht Apple nicht mehr eigenständig in der Statistik auf, das spricht Bände. Und auch die neue Apple Watch 3 wird daran nicht viel ändern können, sie ist schlichtweg zu teuer.