Skurriler Streit in den USA: Ein UFO-Denkmal soll erneut versetzt werden

Die Versetzung eines UFO-Denkmals, das an die erste in Amerika offiziell anerkannte außerirdische Begegnung von 1969 erinnern soll, sorgt im US-Bundesstaat Massachusetts derzeit für Aufregung. (Bild: Getty Images)

Ein Denkmal in Sheffield im US-Bundesstaat Massachusetts erinnert an die erste offiziell anerkannte UFO-Sichtung. Nun soll das Denkmal bereits zum zweiten Mal versetzt werden, weil es sich auf öffentlichem Boden befindet.

Bei einer Überprüfung des Liegenschaftskatasters der Gemeinde Sheffield fand man heraus, dass sich das UFO-Denkmal sowie eine Bank und die dazugehörige Beleuchtung auf Gemeindegrund befinden. Der Besitzer muss das Denkmal nun versetzen, andernfalls sorgt die Gemeinde dafür.


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Damit würde das Denkmal zum zweiten Mal versetzt. Auch die erste Versetzung erfolgte, nachdem klar wurde, dass sich das Denkmal auf Gemeindegrund befand. In den Augen einiger Nachbarn lenkte es dort von der Schönheit des Nachbaus einer 180 Jahre alten überdachten Brücke ab, die 1994 einem Feuer zum Opfer fiel.


Nachdem das Denkmal um zehn Meter versetzt worden war, wurden erst im Vorjahr eine Bank sowie Beleuchtung hinzugefügt. Nach der Überprüfung des Liegenschaftskatasters stellte die Gemeinde den Besitzern nun einen Brief zu, in dem sie aufgefordert werden, das Denkmal erneut zu versetzen.

„Es gibt keinen Beschluss der Gemeinde, das Denkmal dort anzusiedeln“, sagt Rhonda LaBombard von der Gemeindeverwaltung. „Wenn wir in diesem Fall ein Auge zudrücken, könnten auch an anderen Stellen unbewilligte Bauten auf Gemeindebesitz aufgestellt werden.“

Erstmalig dort erbaut wurde das 2500 Kilogramm schwere Denkmal im Jahr 2015 mit Spenden der Gemeinde und von einigen der etwa 40 Personen, die das UFO gesichtet hatten. Einer davon ist Thom Reed, der von den Plänen der Gemeinde überrascht ist. Ihm zufolge wurde der Platz, an dem sich das Denkmal derzeit befindet, in Zusammenarbeit mit Rhonda LaBombard ausgesucht. Die jetzigen Pläne, es zu verschieben, findet er deshalb ungerecht: „Es wäre nicht richtig, wenn dort nichts stünde.“


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An dem knapp zwei Meter großen weißen Betonblock, der an die UFO-Sichtung erinnert, haftet eine Plakette mit den Siegeln des Gouverneurs Charlie Baker und des Bundesstaates Massachusetts. Die Inschrift dazwischen lautet: „Dieses Denkmal erinnert an die außerirdische Begegnung der Familie Reed am 1. September 1969“.

An diesem Tag war Thom Reed mit seiner Mutter, seiner Großmutter und seinem Bruder im Auto auf dem Weg nach Hause. Nachdem sie die Brücke passiert hatten, sah seine Großmutter hinter dem Auto einen Schimmer, der sich zwischen den Bäumen bewegte. Als das Auto zu einer Lichtung gelangte, war plötzlich alles in ein gelbes Licht getaucht. Der Atmosphärendruck veränderte sich und durch die Totenstille drang ein lautes Konzert von Grillen und Fröschen.

An das, was danach geschah, hat Reed kaum Erinnerungen. Er weiß nur noch, dass er sich mit anderen Personen in einer Art Flugzeughalle befand. Erst als die Familie zwei Stunden später wieder im Auto saß, kam die Erinnerung zurück. Mehrere Personen hatten in dieser Nacht ein seltsames Licht beobachtet und bei der lokalen Radiostation WSBS angerufen. Insgesamt meldeten sich 40 Personen aus den Gemeinden Sheffield, Great Barrington, Stockbridge und South Egremont.

Die „Great Barrington Historical Society“ nannte die Begegnung „außerirdisch“, „geschichtlich relevant“ und „wahr“, und nahm sie in ihre Archive auf. Damit gilt die Sichtung auch als erster offiziell anerkannter Fall einer außerirdischen Begegnung und wurde Gegenstand vieler Fernsehberichte: „Discovery Channel’s Alien Mysteries“, „Travel Channels Paranormal Paparazzi“ und „Our New England Legends“ berichteten darüber.

Die Familie Reed überlegt nun, rechtliche Schritte einzuleiten, um die erneute Versetzung des UFO-Denkmals zu verhindern. „Wir sind mit diesem Denkmal noch nicht fertig“, so Thom Reed.