Skurrile WWE-Verbrüderung nach McMahons Mega-Sturz

Martin Hoffmann
Sami Zayn (M.) erklärte bei WWE SmackDown Live seinen Verrat an Shane McMahon (l.) bei Hell in a Cell

Mehrere Jahre lang waren Sami Zayn und Kevin Owens bei der Wrestling-Liga WWE Erzfeinde. Dennoch half Zayn Owens dabei, Shane McMahon bei einem Sechs-Meter-Sturz ins Leere fallen zu lassen.

Bei der Großveranstaltung Hell in a Cell zog Zayn Owens aus dem Weg, als McMahon vom Dach des Riesenkäfigs auf ihn herabsprang, McMahon krachte durch einen Kommentatorentisch und wurde von Sanitätern abtransportiert, mit angeblich schweren Verletzungen.

Bei der TV-Show WWE SmackDown Live erklärte Zayn nun seine Tat und seinen Wandel zum Bösewicht (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).


Sami Zayn: Shane McMahon ist ein Heuchler

Owens kam während der Show zum Ring und dankte Zayn, worauf der "Underdog from the Underground" erwiderte, dass er zu danken hätte. Dass Owens ihm vor einigen Wochen seine Popup Powerbomb auf den Ringrand verpasst hätte, hätte ihm dabei geholfen, seine Augen zu öffnen.

Zayn erklärte, dass er erkannt hätte, dass er den falschen Pfad eingeschlagen hätte, dass er immer versucht hätte, es den Fans Recht zu machen. Er sei deswegen ins Mittelmaß abgerutscht, während sein früherer Weggefährte Owens mit seiner Art, die Dinge zu regeln, den Durchbruch gefeiert hätte.

Auch habe er verstanden, dass Owens in Bezug auf Shane McMahon Recht gehabt hätte: Es gehe ihm nicht darum, ihm und anderen Stars bei SmackDown Gelegenheiten zu geben, sich den Durchbruch zu verdienen. Es gehe ihm um sich selbst, genau wie allen anderen. McMahon habe ihm falsche Versprechungen gemacht, dass er bei SmackDown die Gelegenheit bekommen würde, endlich zu zeigen, was er könne - und als McMahon dann auch noch versucht hätte, Owens schwer zu verletzen, habe er handeln müssen.

Zayn meinte, dass er gedacht hätte, dass er Owens hassen würde. Nun habe er realisiert, dass sein eigentlicher Hass darauf gezielt hätte, dass Owens Recht hatte. Er dankte ihm noch einmal und es gab eine große Umarmung - ein surrealer Moment für die WWE-Fans, für die sich Zayn und Owens für scheinbar ewige Zeiten die Köpfe eingeschlagen hatten.

Die weiteren Highlights:

- Die neuen Tag Team Champions Jimmy und Jey Uso eröffneten nach dem gewonnenen Hell-in-a-Cell-Match gegen The New Day die Show. New Day kamen hinzu, doch statt sich weiter verbal zu bekriegen, bekundeten die beiden Teams ihren gegenseitigen Respekt für das hochklassige Match und schlossen Frieden, sie seien  auf einer Stufe und die klar besten Teams bei SmackDown.


Diese Worte riefen den Rest der Teams auf den Plan, die dann auch sogleich von General Manager Daniel Bryan in ein Match gesteckt wurden, um die nächsten Herausforderer der Usos zu ermitteln. Chad Gable und Shelton Benjamin gewannen es.


- Nach seiner Niederlage im World-Title-Match gegen Jinder Mahal schloss sich Shinsuke Nakamura mit Randy Orton gegen dessen Rivalen Rusev und Aiden English zusammen. Die Publikumslieblingen siegten, nachdem Nakamura English den Kinshasa-Kniestoß verpasste.


- Dolph Ziggler stellte Bobby Roode nach seinem unfairen Sieg bei Hell in a Cell zur Rede, Roode erklärte sich zu einem sofortigen Rückmatch bereit, Ziggler aber weigerte sich: Er nehme sich sein Rückmatch, wann und wo es ihm passe.


- Der entthronte US Champion AJ Styles löste seine Rückmatch-Klausel ein und forderte im Hauptkampf der Show Baron Corbin. Nach einer missglückten Flugaktion warf Corbin Styles vom Ringrand hart nach draußen, im Ring ließ er seinen Finisher, den End of Days folgen - und strich einen klaren Sieg ein.


Die Ergebnisse von WWE SmackDown Live:

WWE SmackDown Tag Team Title #1 Contendership Match: Chad Gable & Shelton Benjamin besiegen Breezango, The Ascension, The Hype Bros.
Becky Lynch besiegt Carmella
Randy Orton & Shinsuke Nakamura besiegen Aiden English & Rusev
WWE United States Title Match: Baron Corbin (c) besiegt AJ Styles