Skispringen: Vorfreude und Skepsis vor Super-Team-Premiere

Vor der Weltcup-Premiere des neuen Super-Team-Formats herrscht im Skisprung-Zirkus eine Mischung aus Vorfreude und Skepsis. "Alle sind ein bisschen gespannt. Ich freue mich drauf", sagt die Olympia-Zweite Katharina Althaus. Die Frauen werden am Samstag (9.00 MEZ) im japanischen Zao den Duo-Wettbewerb erstmals im Weltcup testen, die Männer folgen am 11. Februar in Lake Placid.

Beim Super-Team bilden je zwei Athleten einer Nation eine Mannschaft. Der in drei Durchgängen durchgeführte Wettkampf soll vor allem kleineren Nationen, die kein klassisches Vierer-Team stellen können, entgegenkommen.

Noch sind aber nicht alle überzeugt. "Ich glaube, dass es einen Versuch wert ist - aber ich bin noch ein bisschen skeptisch, da bin ich ganz ehrlich", sagte der Olympia-Dritte Karl Geiger im Podcast Ski happens: "Speziell bei den großen Nationen wird es schwierig, wer überhaupt startet. Da bin ich nicht sicher, ob wirklich immer die allerbesten Leute am Start sind."

Das neue Format wurde bereits im Sommer getestet, nun soll es für frischen Wind sorgen. Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl sieht die Chance, das eher konservative Skispringen zu modernisieren. "Drei Durchgänge, dreimal etwa 20 Minuten und sehr kurze Pausen - da hast du dann zwei Werbeblöcke, das ist ein sehr spannendes Konzept", sagte der Österreicher. Auch für Olympische Spiele, wo die Mannschaftswettbewerbe zuletzt am wenigsten Zuschauer lockten, könnte das Super-Team eine Alternative sein.

Bei den Männern wird es das Format in diesem Winter auch in Rasnov (19. Februar) geben, bei den Frauen dagegen nur in Zao, wo am Freitag (9.00 Uhr MEZ) zunächst ein klassisches Einzelspringen ansteht. "Wir sind sehr gespannt, wie es werden wird", sagte Bundestrainer Maximilian Mechler.