Skispringen: Hannawald glaubt an deutschen Tournee-Sieg: "Müsste mit dem Teufel zugehen"

Sven Hannawald glaubt angesichts des Höhenflugs der DSV-Adler an den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee seit seinem legendären "Grand Slam" vor 16 Jahren.

Sven Hannawald glaubt angesichts des Höhenflugs der DSV-Adler an den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee seit seinem legendären "Grand Slam" vor 16 Jahren.

"Wenn man die herausragende Situation hat, dass gleich drei Athleten auf Siegniveau springen, müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn es in diesem Jahr nicht klappt", sagte der 43-Jährige bei Eurosport.

Andreas Wellinger, Richard Freitag und Markus Eisenbichler hatten am Sonntag in Nischni Tagil die Ränge eins, zwei und vier belegt, im Gesamtweltcup führt Freitag vor Wellinger. "Ich hoffe, dass ihnen bis zur Tournee nicht die Puste ausgeht, aber davon gehe ich nicht aus. Es ist an der Zeit, dass endlich mal wieder ein Deutscher die Tournee gewinnt", sagte Hannawald, der den Österreicher Stefan Kraft als schärfsten Konkurrenten sieht.

Seit 2002 nur noch drei deutsche auf Podest

Hannawald hatte 2001/02 als bislang einziger Skispringer alle vier Wettbewerbe der Tournee in einem Winter gewonnen. Seither schafften es aus deutscher Sicht nur noch Hannawald selbst (Zweiter 2002/2003), Michael Neumayer (Dritter 2007/2008) und Severin Freund (Zweiter 2015/2016) auf das Tournee-Podest.

Die Vierschanzentournee beginnt am 30. Dezember traditionell in Oberstdorf (30. Dezember). Anschließend folgen die Stationen in Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar).

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