Skispringen: Freitag Vierte, Loutitt schreibt Geschichte

Skispringerin Selina Freitag hat den zweiten Podestplatz ihrer Karriere knapp verpasst. Die 21-Jährige aus Aue landete im japanischen Zao auf Rang vier, für das größte Aufsehen sorgte aber Alexandria Loutitt. Die 19-Jährige, die zuvor nie auf dem Podest gestanden hatte, gewann als erste Kanadierin der Geschichte einen Weltcup.

Freitag lag nach dem ersten Durchgang auf Rang drei, fiel dann aber auch wegen einer verpatzten Landung noch zurück. Die Olympia-Zweite Katharina Althaus (Oberstdorf) kämpfte sich mit einem starken zweiten Sprung noch vom 14. auf den sechsten Platz nach vorne. "Selina ist richtig gut gesprungen, bei Katha war es okay", sagte Bundestrainer Maximilian Mechler.

Nicht zu schlagen war aber Loutitt. "Es war ein langer Weg bis hierhin. Ich bin überglücklich", sagte die Teenagerin sechs Tage nach ihrem Geburtstag. Bei den Männern hatte es zuletzt 1983 durch Horst Bulau einen kanadischen Sieg gegeben.

Hinter Loutitt landeten die Österreicherinnen Eva Pinkelnig und Chiara Kreuzer auf dem Podest. Im Gesamtweltcup baute Pinkelnig mit 916 Punkten ihre Führung vor Althaus (717) aus.

Althaus und Freitag gehen somit am Samstag (9.00 MEZ/Eurosport) als Mitfavoritinnen in den ersten Super-Team-Wettbewerb der Weltcup-Geschichte. In dem neuen Format, das am 11. Februar auch bei den Männern getestet wird, bilden je zwei Athletinnen einer Nation eine Mannschaft.

Der Duo-Wettkampf soll vor allem kleineren Nationen, die kein klassisches Vierer-Team stellen können, entgegenkommen. Gemeldet haben immerhin zwölf Länder, vier mehr als beim letzten Mannschaftsspringen im Februar 2022 - aber auch eines weniger als noch im Januar 2021 im slowenischen Ljubno.