Skispringen: Freitag bei Skiflug-WM zur Halbzeit Zweiter - Tande führt

Richard Freitag hat am ersten Tag der Skiflug-WM in Oberstdorf Kurs auf die Medaillen genommen. Der Rückkehrer segelte nur zwei Wochen nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee auf 228,0 sowie 225,0 m und liegt mit 438,7 Punkten auf Rang zwei.

Richard Freitag hat am ersten Tag der Skiflug-WM in Oberstdorf Kurs auf die Medaillen genommen. Der Rückkehrer segelte nur zwei Wochen nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee auf 228,0 sowie 225,0 m und liegt mit 438,7 Punkten auf Rang zwei.

Die Führung übernahm der Norweger Daniel Andre Tande (449,6), Dritter ist der polnische Tournee-Triumphator Kamil Stoch (431,8).

"Ich freue mich tierisch. So nervös war ich schon lange nicht mehr, das muss ich gestehen", sagte Freitag in seinem ersten Wettkampf nach dem Crash in Innsbruck. Die Entscheidung fällt am Samstag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) in zwei weiteren Durchgängen. Weil der Österreicher Stefan Kraft als Vierter mit 412,3 Punkten schon einen deutlichen Rückstand hat, darf Freitag bereits mit einer Medaille liebäugeln.

WM-Stand: Tande fast nicht zu schlagen - Wellinger noch im Medaillen-Rennen

Nicht zu stoppen war Tande, der zweimal mit verkürztem Anlauf auf 212,0 und 227,0 m flog. Gut im Rennen liegt auch Andreas Wellinger (Ruhpolding), der auf 206,0 m und 207,0 kam und den achten Rang belegt. Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (Siegsdorf/197,5 und 205,5 m) und Stephan Leyhe (Willingen/183,5 und 197,5) folgen auf den Plätzen zwölf und 19.

Wellinger hatte zuvor in der Qualifikation seinen Schanzenrekord an Tande verloren. Der Norweger verbesserte die erst ein Jahr alte Bestmarke auf der Heini-Klopfer-Schanze um einen halben Meter auf 238,5 m. "Der Flug war unglaublich. Ich wusste direkt nach dem Absprung, dass es weit gehen würde", sagte Tande.

Lokalmatador Karl Geiger (Oberstdorf) musste nach einem mäßigen Auftritt im Training zuschauen, da pro Nation nur vier Starter erlaubt sind. Geiger dürfte damit auch am Sonntag im abschließenden Teamwettkampf nur die Rolle des Ersatzmanns bleiben.

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