Skispringen: Enttäuschendes ÖSV-Resultat in Ruka

Stefan Kraft hat am Sonntag in Ruka nicht an seinen dritten Platz vom Weltcup-Auftakt anschließen können. Der Weltcupsieger landete nach einem etwas verpatzten ersten Sprung (126 m) und der Tagesbestweite von 145 Meter nur an der 13. Stelle. Bestplatzierter Österreicher war Manuel Fettner als Zwölfter. Der Slowene Jernej Damjan feierte fast vier Jahre nach der Premiere seinen zweiten Weltcupsieg.

Stefan Kraft hat am Sonntag in Ruka nicht an seinen dritten Platz vom Weltcup-Auftakt anschließen können. Der Weltcupsieger landete nach einem etwas verpatzten ersten Sprung (126 m) und der Tagesbestweite von 145 Meter nur an der 13. Stelle. Bestplatzierter Österreicher war Manuel Fettner als Zwölfter. Der Slowene Jernej Damjan feierte fast vier Jahre nach der Premiere seinen zweiten Weltcupsieg.

Kraft hatte am Samstag beim vierten Platz im Teambewerb mit dem Schanzenrekord von 147,5 Meter bewiesen, dass ihm der Bakken in Finnland liegt. Das sei "einer der geilsten Sprünge der Karriere" gewesen, sagte der Salzburger. Doch tags darauf übertrieb er es im ersten Durchgang etwas. "Ich war etwas übermotiviert. Es war kein schlechter Sprung, aber da sieht man, wie eng es beisammen liegt, ob es geht oder nicht", meinte er.

Im Finale machte der 24-Jährige 13 Plätze gut, doch das angepeilte Podest war außer Reichweite. "Das tut etwas weh, ich wollte ganz vorne mitmischen", erklärte Kraft. Der Doppel-Weltmeister zweifelt aber nicht daran, dass seine Form passt. "Wenn meine Sprünge kommen, bin ich ganz vorne. Wir sind aber erst am Anfang. Ich versuche, ein bisschen Ruhe reinzubekommen, damit so ein Sprung nicht mehr vorkommt."

Fettner als Bester auf Position 12

Fettner war beim Auftakt in Polen nach einer starken Erkältung gebremst worden. Am Sonntag sah er seine Vorstellung nach 134,5 und 138,5 Metern realistisch. "Es war kein wirklich guter Sprung dabei, der Gesamtfluss fehlt noch", resümierte der Tiroler, der sich an den Besten orientiert.

Cheftrainer Heinz Kuttin bezeichnete das Abschneiden gesamten Teams als "absolut nicht zufriedenstellend". Man könne Schritte nach vorne nicht erzwingen. "Es ist ärgerlich. Man kann nicht anfangen, um diese Zeit mit dem Messer zwischen den Zähnen zu springen. Dieses Vertrauen haben wir noch nicht ganz", merkte der Kärntner kritisch an. Für Michael Hayböck, Clemens Aigner und den im Finale vom 14. Platz zurückgefallenen Manuel Poppinger blieben nur die Ränge 25, 27 und 28.

Erfolg überrascht Damjan

Der 34-jährige Damjan (140/142 m) verteidigte seine Halbzeitführung souverän und gewann 2,8 Punkte vor dem Norweger Johann Andre Forfang (136,5/142) und 8,4 vor dem Deutschen Andreas Wellinger (140/140). Über seinen Erfolg war Damjan selbst überrascht. "Denn ich habe den Sommer meiner Familie gewidmet, weil wir im Winter immer unterwegs sind."

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