Skispringen: DSV-Adler starten bei Norwegen-Sieg nur mit Rang vier

Die deutschen Skispringer sind ohne den erhofften Podestplatz in den Olympiawinter gestartet.

Die deutschen Skispringer sind ohne den erhofften Podestplatz in den Olympiawinter gestartet.

Andreas Wellinger (Ruhpolding), Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Richard Freitag (Aue) und Stephan Leyhe (Willingen) mussten sich beim Teamspringen in Wisla mit 990,0 Punkten und Rang vier begnügen. Der Sieg ging an Vizeweltmeister Norwegen (1023,8) vor den punktgleichen Teams aus Polen und Österreich (je 1006,5).

"Das war heute von Anfang an verkorkst", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF angesichts des verpatzten Auftaktsprungs, als Eisenbichler nach der Landung in den Schnee griff und deutliche Abzüge bekam. "Diese zehn Punkte haben uns immer gefehlt, leider haben wir das nicht aufgeholt. Wir hatten natürlich gehofft, hier um den Sieg oder zumindest das Podest zu springen", sagte Schuster.

Von Rang fünf arbeitete sich die deutsche Mannschaft zwar nach vorne, lag nach sechs von acht Sprüngen auf Rang drei, musste im Kampf um das Podest aber Österreich noch passieren lassen.

"Es war ein spannendes Teamspringen auf hohem Niveau. Man durfte sich keine Fehler erlauben. Aber wir haben zwei, drei gemacht. Darum stehen wir neben dem Podest", sagte Vizeweltmeister Wellinger.

Überragender Mann im deutschen Team war Freitag, der im zweiten Durchgang mit 130,5 m gleichauf mit Japans Altmeister Noriaki Kasai (45) den weitesten Satz des gesamten Tages zeigte. Auch Wellinger überzeugte mit Flügen auf 124,0 und 124,5 m, zum Podest fehlten am Ende aber umgerechnet zehn Meter.

Weiter geht es am Sonntag (15 Uhr im LIVETICKER) mit dem ersten Einzelwettkampf des Winters.

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