Skinny, Plus-Size und Inbetweenie: Ab wann gilt man als „curvy“?

Die Modewelt hat sich gewandelt: „Curvy“ ist angesagt. (Bild: RTL II)

Das perfekte Model muss angeblich längst nicht mehr die Maße 90-60-90 haben. Plus-Size-Beautys wie Ashley Graham oder Iskra Lawrence haben die Magazincover und Laufstege dieser Welt erobert und TV-Shows wie „Curvy Supermodel“ fahren derzeit Traumquoten ein, indem sie neue und realistischere Schönheitsideale vermitteln. „Curvy“ ist Trend! Doch was genau bedeutet das eigentlich?

Von einer Figur wie der von Ex-GNTM-Gewinnerin und Moderatorin Rebecca Mir träumen wohl viele Frauen. Doch selbst sie erklärte in einem Interview mit RTL einmal: „Ich bin halt groß, hab’ lange dünne Beine, aber im Gegensatz zu den Models in Paris ist das wirklich gar nichts. Also die haben da Size Zero und das ist 32 – da hab’ ich zwei Größen größer.“ Und damit ist sie nicht die einzige. Immer wieder erzählen professionelle Models, dass sie mit Größe 36 bereits als zu dick gelten. Von der berühmten „Size Zero“ spricht man in der Regel bei den Konfektionsgrößen 32 bis 34. Die Grenzen konkret zu ziehen, ist jedoch schwierig.

In den Anforderungsprofilen vieler Agenturen zählt man bereits zu „Plus Size“, wenn man eine 40 trägt. Die Agentur “Brigitte Models” aus München etwa sucht Frauen, die „mindestens 1,75 groß sind und eine Konfektionsgröße zwischen 40 und 44 haben.“ Bei der Agentur “Curve Models” zählen auch Frauen ab Größe 38 ins Plus-Size-Segment. Ist man mit einer 38 also schon übergewichtig? Doch genau von diesem Gedanken sollte man sich lösen. „Plus Size“ bedeutet nicht gleich „Übergröße“ oder gar „Übergewicht“, sondern „weiblich, kurvig“.

Eine, die als sogenanntes “Curvy Model” berühmt wurde, ist Myla Dalbesio. Die US-Amerikanerin posierte schon für die „Sports Illustrated“ und war das Kampagnengesicht von Calvin Klein. Das Dessousmodel trägt Größe 40 und bezeichnet sich selbst als „Inbetweenie“ (dt.: irgendwo dazwischen). In der US-amerikanischen „Today Show“ erklärte sie: „Ich bin ein Model mit Normalmaßen.“ Sie sei zu groß für Size Zero, aber auch zu dünn für Plus Size. Wie so viele andere Frauen auch, liege sie genau zwischen diesen Kategorien.

Beim Shoppen helfen einem ohnehin keine Unterteilungen. Jedes Label und jeder Onlineshop setzt seine Grenzen bei anderen Maßen. Ein Grund mehr, sich von den Kategorien nicht verrückt machen zu lassen.