Skilangläuferin Kalla holt erstes Gold der Winterspiele von Pyeongchang

Skilangläuferin Kalla holt erstes Gold der Winterspiele von Pyeongchang

Die schwedische Skilangläuferin Charlotte Kalla hat die erste Goldmedaille der 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewonnen. Die 30-Jährige setzte sich nach jeweils 7,5 km im klassischen und freien Stil vor der Norwegerin Marit Björgen durch, die den Wettbewerb 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi gewonnen hatte. Bronze ging an die Finnin Krista Pärmäkoski.
Für Charlotte Kalla war es das dritte Olympia-Gold nach ihren Siegen in Vancouver über 10 km und in Sotschi mit der schwedischen Staffel. Beste eines nur bedingt überzeugenden deutschen Trios war Victoria Carl (Zella-Mehlis) auf Platz 20. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) wurde 22., Stefanie Böhler (Ibach) kam auf Platz 25. Nicole Fessel (Oberstdorf), die beste deutsche Distanzläuferin, hatte unmittelbar vor dem Rennen wegen Atemproblemen passen müssen.
"Wir können mit Platz 20 und 22 zufrieden sein. Das geht in Ordnung. Sie sind das Rennen sehr aggressiv angegangen. Vielleicht ein bisschen zu aggressiv", sagt Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter der deutschen Skilangläufer, im ZDF: "Steffi Böhler ist mit Sicherheit mit Platz 25 nicht zufrieden, aber es war das erste Rennen, es kommen noch einige."
Rekordweltmeisterin Björgen (18 Titel), die im Dezember 2015 Söhnchen Marius zur Welt gebracht hatte, gewann zum Auftakt ihrer fünften Winterspielen seit 2002 die elfte Medaille - nie ging sie bei Olympia leer aus. Nur ihre Landsleute Ole Einar Björndalen (Biathlon/12) und Björn Dählie (Skilanglauf/11) haben mehr Medaillen bei Winterspielen gewonnen.
Die 37 Jahre alte Björgen verpasste es, zur ältesten Einzelsiegerin bei Olympischen Winterspielen zu werden. Dies bleibt vorerst die deutsche Rodlerin Sylke Otto, die 2006 in Turin knapp anderthalb Jahre jünger war.