Morddrohungen nach umstrittenen Rennen

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Markus Waldner, einer der beiden Renndirektoren des Internationalen Ski-Verbandes FIS, hat nach dem umstrittenen Einzel-Parallel-Rennen bei der alpinen WM in Cortina d'Ampezzo/Italien offensichtlich Morddrohungen erhalten (Zeitplan der Ski-WM 2021 in Cortina d'Ampezzo).

Die Organisatoren betonten am Donnerstag ihre "Solidarität" mit dem Südtiroler, der nach den Kontroversen bei der erstmaligen Austragung des Wettbewerbs per Email "mit dem Tod bedroht wurde".

Waldner, Renndirektor für die Wettbewerbe der Männer, war am Dienstag verantwortlich für die Durchführung des Parallel-Rennens.

Dabei gab es von vielen Seiten Kritik vor allem an den ungleichen Pistenbedingungen auf den beiden Kursen. Es sei "nicht hinnehmbar, dass ein angesehener Profi wie Markus so ernste Botschaften erhält, die über normale Debatten und Vergleiche hinausgehen", twitterte das OK.

Neureuther regt sich auf

Felix Neureuther hatte das Rennen am ARD-Mikrofon regelrecht auf die Palme gebracht. (Alles Wichtige zum alpinen Ski-Weltcup)

"Das ist keine gute Werbung für den Skisport. Eine Katastrophe. Ich will so ein Format nicht bei einer WM sehen", schimpfte der frühere Ski-Profi und nahm umgehend Kontakt zu Waldner auf, um sich zu beschweren.

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Was konkret geschehen war: Der abgesteckte rote Kurs wurde mit zunehmender Dauer klar schneller als der blaue, viele Beobachter und Beteiligte sprachen hinterher von Wettbewerbsverzerrung.

Wie Neureuther nahm den auch der Schweizer Marco Odermatt im SRF-Interview kein Blatt vor den Mund: "So ist es schon die Frage, ob es noch Sinn macht."