Ski-Stars nehmen Abschied von Poisson

Vor dem ersten Speed-Wochenende der alpinen Ski-Saison haben die Athleten von ihrem verstorbenen Kollegen David Poisson Abschied genommen.

Am Rande des Trainings beim Weltcup im kanadischen Lake Louise versammelten sich Rennläufer, Trainer und Betreuer mehrerer Teams, um einen Moment inne zu halten.


Die Gruppe stand am Ufer des Louisensees um ein Feuer, um dem Franzosen zu gedenken. Poisson war vergangene Woche bei einem Trainingssturz ums Leben gekommen.

"Wir haben alle gebrochene Herzen", sagte FIS-Medienkoordinatorin Sophie Clivaz in einer Ansprache. "Ich danke allen für die Teilnahme. Es war ein ganz besonderer Moment, noch einmal gemeinsam an David zu denken", fügte Renndirektor Markus Waldner hinzu.

Beim Weltcup inn Lake Louise, wo am Samstag die erste Abfahrt des Olympiawinters ausgetragen wird (Sa., 20.15 Uhr im LIVETICKER), wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Startverzicht von DSV-Athleten nicht auszuschließen

Wo sonst eine "knackige" Piste warte, sei diesmal für eine ruhigere Präparierung gesorgt, sagte Waldner. Schneefall, der am Mittwoch für die Absage des ersten Trainings gesorgt hatte, erschwerte dies aber.

Für Waldner wie den gesamten Skizirkus gibt es "eine Zeit vor und eine Zeit nach dem Poisson-Unfall". Weltverband FIS hat spezielle Startnummern mit Poissons Namen verteilt, im Ziel erinnern Banner an den Verunglückten.

Die Deutschen, die wie die anderen Nationen mit Trauerflor fahren werden, haben ihr Bestes versucht, den tödlichen Sturz aufzuarbeiten. "Wir haben uns sehr detailliert informiert, alles durchgesprochen und dabei die Umstände aufgearbeitet", sagte der deutsche Cheftrainer Mathias Berthold.

Er hat Andreas Sander, Josef Ferstl oder Thomas Dreßen klar gemacht, dass er und sein Betreuerteam "unserer Verantwortung nachkommen werden". Das heißt im Ernstfall: Ich lasse Euch nicht starten!