Ski alpin: Training auf der Streif: Deutsche Abfahrer zuversichtlich

Die deutschen Ski-Rennläufer dürfen sich trotz durchwachsener Ergebnisse im Abschlusstraining Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden bei der Weltcup-Abfahrt am Samstag in Kitzbühel machen.

Die deutschen Ski-Rennläufer dürfen sich trotz durchwachsener Ergebnisse im Abschlusstraining Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden bei der Weltcup-Abfahrt am Samstag in Kitzbühel machen.

Bester am Donnerstag auf der verkürzten Streif war Andreas Sander (Ennepetal) als Zehnter, sein Rückstand auf die Bestzeit von Matteo Marsaglia (Italien) betrug 0,52 Sekunden. Allerdings war der zweite Trainingslauf wenig aussagekräftig.

Um die letzten Streckenabschnitte der berühmten wie berüchtigten Piste zu schonen, wurden die Fahrer bereits am Oberhausberg gestoppt, also vor dem Sprung über die Hausbergkante und der Fahrt in die schwierige Traverse hinein in den Zielhang. "Aber ich habe mich oben gut gefühlt, das kann ich mitnehmen", sagte Sander. Am Freitag wird am Hahnenkamm zunächst ein Super-G gefahren.

Josef Ferstl (Hammer) und Thomas Dreßen (Mittenwald) beendeten den verkürzten Trainingslauf auf den Rängen 20 und 41, nachdem sie im etwas aussagekräftigeren ersten Probelauf am Dienstag die Ränge zwölf und 13 belegt hatten. Dreßen, der zuletzt als Fünfter in Wengen überzeugt hatte, leistete sich im Steilhang einen schweren Fehler.

"Wir haben es linienmäßig ein bisschen anders probiert, so werde ich es sicher nicht mehr fahren", sagte er, "aber dafür ist ein Training da."

"Respekt gehört dazu, Angst nicht"

Zurückhalten will sich Dreßen am Samstag (11.30 Uhr im LIVETICKER) jedenfalls nicht. "Wenn man da passiv hingeht, wird es noch gefährlicher, gerade für uns Abfahrer, Respekt gehört dazu, aber Angst nicht", sagte er.

"Thomas ist gerade extrem gut drauf, der bringt's in jedem Rennen, in jedem Lauf", sagte Sander, der nach zuletzt durchwachsenen Resultaten wie Ferstl glaubt, "dass ich mit den zwei Rennen hier einen deutlichen Schritt nach vorne machen kann". Ferstl meint sogar, Kitzbühel könne "ein Wendepunkt" für ihn werden.

Die Kritik an den viel zu weiten Sprüngen nach dem ersten Training wiederholte sich nicht. Grund dafür war freilich auch, dass die Niederschläge seit Dienstag die Streif stark verlangsamt hatten.

"Sie haben die Sprünge gut entschärft. Der Neuschnee hat es noch ein bisschen runtergebremst, aber das wird sich sicher Richtung Samstag wieder ändern", sagte Hannes Reichelt aus Österreich, Abfahrtssieger auf der Streif 2014.

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