Ski Alpin: Mikaela Shiffrin zieht mit Seizinger gleich, Christina Geiger fährt zu Olympia

Mikaela Shiffrin (USA) bleibt eine Klasse für sich. Beim Slalom im österreichischen Lienz, wo sie 2011 zum ersten Mal auf dem Siegerpodest gestanden hatte, fuhr die Olympiasiegerin und Weltmeisterin ungefährdet zu ihrem 36. Weltcup-Sieg. Die Deutschen aber glauben, dass sie weiterhin Chancen auf die Plätze dahinter haben.

Mikaela Shiffrin (USA) bleibt eine Klasse für sich. Beim Slalom im österreichischen Lienz, wo sie 2011 zum ersten Mal auf dem Siegerpodest gestanden hatte, fuhr die Olympiasiegerin und Weltmeisterin ungefährdet zu ihrem 36. Weltcup-Sieg. Die Deutschen aber glauben, dass sie weiterhin Chancen auf die Plätze dahinter haben.

Dass Mikaela Shiffrin oft in einer anderen Welt fährt, in der Regel aber zumindest deutlich schneller als die bedauernswerte Konkurrenz, ist nichts Neues. Im österreichischen Lienz gewann die immer noch erst 22 Jahre alte Ski-Rennläuferin aus den USA den Slalom, es war ihr dritter Sieg nacheinander und der 36. insgesamt im Weltcup, sie zog in der ewigen Bestenliste damit auf Rang 13 gleich mit der deutschen Katja Seizinger und dem Österreicher Benjamin Raich.

Auch auf dem Schlossberg in Lienz war bereits nach dem ersten Lauf klar: Es geht nur noch um den zweiten Rang hinter Shiffrin. Diesen belegte Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener aus der Schweiz - ihr Rückstand betrug 0,89 Sekunden, das war noch halbwegs im Rahmen, weil Shiffrin es im Finale lieber ein wenig ruhiger angehen ließ. Dritte wurde Frida Hansdotter aus Schweden (+1,22 Sekunden), zu dieser wiederum fehlte der besten Deutschen fast eine Sekunde.

Christina Geiger sichert sich die Olympia-Norm

Die beste Deutsche war diesmal Christina Geiger (Oberstdorf), die sich als Achte die Teilnahme an den Olympischen Spielen sicherte - als immerhin schon fünfte deutsche Ski-Rennläuferin. "Ich habe wirklich nicht an die Olympianorm gedacht unterm Fahren - aber wenn man im Ziel ist und kurz nachrechnet, dann freut man sich schon", sagte die Allgäuerin. Sie betonte aber auch: "Es geht noch einiges mehr. Ich habe schon mal Podestluft geschnuppert, da will ich wieder hin."

Ähnlich sieht das Lena Dürr (Germering), ebenfalls schon für Olympia qualifiziert. Sie machte als Zwölfte einen ersten Schritt heraus aus einem Leistungsloch, "aber es geht auf jeden Fall noch mehr", sagte sie und räumte ein: "Es ärgert mich, dass ich nicht wirklich mal mein Maximum abrufen kann, wie ich es zum Beispiel in Levi geschafft habe."

Lena Dürr will sich nicht mit Shiffrin aufhalten

Im finnischen Levi hatte sie zum Auftakt der Slalom-Saison Rang sechs belegt und sich für Olympia qualifiziert, dann aber nachgelassen.

Mit der überragenden Shiffrin wollte sich Dürr gar nicht lange aufhalten, für sie ist die Amerikanerin kein Maßstab. "Generell ist es ja schon so, dass sie im Slalom eine Bank ist, es ist ja nichts Neues, dass sie schnell fährt", sagte Dürr, behauptete aber zugleich: "Hinter ihr (Shiffrin) ist das Feld schon relativ offen, da ist alles möglich für uns." Ein sehr hoher Anspruch. Nicht zuletzt für Maren Wiesler (Münstertal) und die schon für die Olympischen Spiele qualifizierte Marina Wallner (Inzell), die auf den Rängen 16 und 20 landeten.

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