Ski-Alpin: Wie der ÖSV auf den Missbrauchsskandal reagiert

In der Causa um die Missbrauchsvorwürfe der ehemaligen Skirennläuferin Nicola Werdenigg hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun ein Ermittlungsverfahren gegen "unbekannte Täter" eingeleitet.

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) setzt als Reaktion auf Berichte über sexuelle Übergriffe in den 1970er-Jahren Präventivmaßnahmen. Wie der ÖSV verlautete, habe die Präsidentenkonferenz am Mittwoch nach breiter Diskussion über "das 45 Jahre zurückliegende Thema 'sexuelle Übergriffe im Sport' von Nicola Werdenigg" einstimmig ein Paket an vorsorglichen Schritten beschlossen.

So werde der "bereits 2015 von ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel installierten Damenbeauftragten Petra Kronberger ÖSV-Vizepräsidentin Roswitha Stadlober im Bedarfsfall zur Seite stehen", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. Weiters will der ÖSV weiterhin alle möglichen Maßnahmen treffen, um eventuelle Übergriffe und sexuelle Belästigungen präventiv zu verhindern, und bei Bekanntwerden von Verstößen wolle man mit "aller Härte" durchgreifen, wurde betont.

Außerdem sollen alle Betreuer nochmals informiert und aufgefordert werden, den Aktiven mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Auch in der Trainerausbildung werde das Thema künftig verstärkt behandelt, führte der Skiverband aus.

Die vom ÖSV festgelegten Präventionsmaßnahmen im Wortlaut:

- Der bereits 2015 von Präsident Prof. Peter Schröcksnadel installierten Damenbeauftragten Petra Kronberger wird Vizepräsidentin Roswitha Stadlober im Bedarfsfall zur Seite stehen.

- Alle Trainer, Betreuer und Masseure werden noch einmal entsprechend informiert und aufgefordert, die Aktiven immer und überall mit dem nötigen Respekt zu behandeln.

- Bei Trainerausbildungen wird diesem Thema künftig ein noch breiterer Raum als bisher eingeräumt.

- Bei Bekanntwerden eines Verstoßes wird mit aller Härte durchgegriffen.

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